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P wie Pod …


        A

        • Bedeutet, die Blendenöffnung im Objektiv zu verkleinern (einen größeren Blendenwert wie f/8 auf f/11 einstellen), wodurch weniger Licht auf den Sensor fällt, aber die Schärfentiefe (Bereich der Schärfe) erhöht und die Bildqualität (z.B. durch Reduzierung von Abbildungsfehlern) verbessert wird. Das Gegenteil ist Aufblenden (Blende öffnen), was mehr Licht, aber eine geringere Schärfentiefe bringt.

        • Optische Fehler eines Objektivs, die zu Bildverzerrungen führen, wobei die wichtigste Form die Chromatische Aberration (Farbsäume) ist, bei der Licht unterschiedlicher Wellenlängen nicht auf derselben Fokusebene landet, was zu grün-violetten oder rot-blauen Rändern an Kontrastkanten führt, da das Objektiv Farben unterschiedlich stark bricht. Der Begriff stammt vom lateinischen "abweichen" und beschreibt Abweichungen von einer idealen Abbildung, die Bildqualität mindern.

        • Die abstrakte Fotografie ist eine fotografische Ausdrucksform, die auf die Darstellung erkennbarer Gegenstände verzichtet und stattdessen Form, Farbe, Linie, Struktur und Licht als autonome Gestaltungsmittel einsetzt. Sie betont die Eigenästhetik des Mediums und löst sich vom dokumentarischen Anspruch und wurde seit den 1920er Jahren von Künstlern wie László Moholy-Nagy, Man Ray und Otto Steinert genutzt, um die Fotografie als reine Kunstform zu erforschen.

        • Abwedeln (Dodge) ist eine Fototechnik (analog & digital), um bestimmte Bildbereiche gezielt aufzuhellen, indem ihnen während der Belichtung weniger Licht ausgesetzt wird, oft durch Abschattung mit Kartons. Das Gegenteil ist das Nachbelichten (Burn), um Bildteile dunkler zu machen; beide Techniken korrigieren Kontraste und lenken den Blick.

        • Die Ambrotypie ist ein fotografisches Verfahren aus dem 19. Jahrhundert, bei dem ein Positivbild auf einer beschichteten Glasplatte entsteht, indem ein unterbelichtetes Negativ durch einen dunklen Hintergrund (lackiertes Papier, Stoff) betrachtet wird und so als Positiv erscheint. Der Name leitet sich vom griechischen Wort für „unsterblich“ ab, da es eine einzigartige, „ewige“ Aufnahme ist, die durch das Kollodium-Nassplatten-Verfahren hergestellt wird.

        • Analogfotografie oder analoge Fotografie (Pendant zu Digitalfotografie) ist ein retronymer Begriff aus der Fototechnik und bezeichnet die Fotografie auf fotografischem Film, auf Fotoplatten, auf Sofortbildmaterial sowie (bei Edeldruckverfahren) auf beschichtetem Papier oder auf Metallplatten.

        • Andreas Gursky ist ein deutscher Fotograf. Die digitale Bildbearbeitung und das extreme Großformat sind neben der dezidierten Farbfotografie charakteristische Ausdrucksmittel. Seine Bilder beschreiben eine monumentale, großformatige Fotografie, die durch digitale Bearbeitung die Realität verdichtet und neu konstruiert, um Themen wie Globalisierung, Konsum und moderne Anonymität zu beleuchten. Er ist einer der weltweit erfolgreichsten zeitgenössischen Fotografen.

        • Anna-Lou „Annie“ Leibovitz ist eine US-amerikanische Fotografin. Sie zählt zu den bekanntesten und bestbezahlten Fotografen der Welt.[1] Ihre aufwendig inszenierten Fotoporträts von vielen US-Prominenten aus Politik, Wirtschaft und Kultur machten sie selbst weltberühmt. Nach dem Erwerb des Bachelor of Fine Arts 1971 arbeitete sie für den Rolling Stone von 1973 bis 1981 als Cheffotografin. Ihre besondere Herangehensweise bestand darin, mit den jeweiligen Musikern für zwei bis drei Tage den Alltag zu teilen, um dabei entspannte und vertrauliche Aufnahmen machen zu können. Zu ihren bekanntesten Fotografien gehören die Bilder von John Lennon und Yoko Ono wenige Stunden vor Lennons Ermordung.

        • Ansel Easton Adams (1902 - 1984) war ein US-amerikanischer Fotograf, Autor und Lehrer der künstlerischen Fotografie. Er wurde vor allem bekannt durch seine eindrucksvollen Landschafts- und Naturfotografien aus den Nationalparks, National Monuments und den Wilderness Areas im Westen der Vereinigten Staaten, für deren Erhalt er sich zeitlebens einsetzte. Als Mitbegründer der Gruppe f/64 zählt er zu den Pionieren der straight photography und gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Fotografen.

        • Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Gras (französischer Titel La cour du domaine du Gras „Der Hof des Gutshofes von Le Gras“ oder Point de vue du Gras „Ansicht von Le Gras“) ist die erste erfolgreich aufgenommene und erhaltene Fotografie der Welt. Sie wurde 1826 von Joseph Nicéphore Niépce im französischen Saint-Loup-de-Varennes hergestellt. Das Foto zeigt den Blick aus dem Arbeitszimmer von Niépces Gutshof Le Gras. Von der linken Seite her sieht ein Betrachter zunächst den Rahmen des Fensterflügels, das turmartige Taubenhaus des Gutshofs, weiter entfernt einen Baum, ein kleines Gebäude mit Pultdach und schließlich einen turmförmigen Kamin, wahrscheinlich vom Backhaus.Nicéphore Niépce erstellte das Foto mit Hilfe einer Camera obscura. Diese fokussierte auf eine mit in Lavendelöl gelöstem Naturasphalt bestrichene Zinnplatte von 20 cm × 25 cm Größe.

          Roland Barthes zeigt in der spanischen Ausgabe seines Buches La Chambre claire (La cámara lúcida, Paidós, Barcelona 1989) ein schon auf das Jahr 1822 datiertes Bild, Table prête oder La table servie „Gedeckter Tisch“, das von Niépce stammen soll und einen frisch gedeckten Tisch erkennen lässt. Weitere Untersuchungen bestätigten zwar die Autorenschaft von Niépce, identifizierten das Bild aber als Physautotype (ein fotografischer Prozess auf der Basis von Lavendelöl, den Niépce mit Daguerre entwickelte) aus dem Jahr 1832.

        • Aperture (Blende) in der Fotografie ist die einstellbare Öffnung im Objektiv, die steuert, wie viel Licht auf den Sensor trifft, und entscheidend die Schärfentiefe (wie viel Vorder- und Hintergrund scharf ist) sowie die Belichtung beeinflusst. Eine große Blende (kleine f-Zahl wie f/1.8) lässt viel Licht rein, erzeugt eine geringe Schärfentiefe (unscharfer Hintergrund) – ideal für Porträts; eine kleine Blende (große f-Zahl wie f/16) lässt wenig Licht rein, erzeugt eine große Schärfentiefe (alles scharf) – ideal für Landschaften.

        • Künstliche Strukturen in Fotos, die in der Regel durch Fehler in der Bildaufbereitung entstanden sind, beispielsweise Moiré, Halos, Farbsäume oder Kompressionsstörungen.

        • siehe Filmempfindlichkeit

        • Die Astrofotografie umfasst jene Methoden der Fotografie, mit denen Sterne, Planeten, Nebel und andere Himmelskörper im sichtbaren Licht abgebildet und dauerhaft auf verschiedenen Medien (chemisch oder elektronisch) gespeichert werden. Mit ihrer Hilfe kann man auch Objekte darstellen, die zu lichtschwach für visuelle Beobachtung sind.

        • Als Auflösung oder Auflösungsvermögen bezeichnet man in der Fotografie die Fähigkeit eines Objektivs, Films, Sensors und der Datenverarbeitung, Strukturen voneinander abgegrenzt wiederzugeben.

        • Als fotografische Aufnahme bezeichnet man
          1. den Prozess des Fotografierens, also das Anfertigen einer Fotografie bzw. einer Serie von Fotografien sowie
          2. das Ergebnis des Fotografierens, also das fertige Bild in Form eines Papierbildes, eines Diapositivs, einer Vergrößerung einer Ausbelichtung oder einer Filmkopie. Eine fotografische Aufnahme hält immer einen Moment fest.

        • Augenmuschel (Eyecup) ist der weiche Gummiaufsatz am Okular des Suchers, der das Auge abschirmt, um Streulicht zu blockieren, Kontrastverlust zu verhindern und Brillenträgern sowie Nicht-Brillenträgern Komfort zu bieten, damit man das Sucherbild klarer und kontrastreicher sieht, insbesondere bei hellem Umgebungslicht. Sie ist ein wichtiges Zubehör, das oft verstellbar ist, um sich dem Auge anzupassen.

        • Als Autofokus (AF) wird die Technik einer Kamera oder auch anderer optischer Geräte bezeichnet, die durch die gezielte Verschiebung von Linsen das Bild automatisch auf das Motiv scharfzustellen. Für die zur Anpassung der Bildweite auf die aktuelle Gegenstandsweite notwendige Verschiebung der Objektiv-Linsen gibt es hochpräzise Antriebe, z. B. Ultraschallmotoren. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen aktivem Autofokus, der auch bei völliger Dunkelheit funktioniert, und passivem Autofokus, bei dem nur das vom Motiv abgestrahlte oder reflektierte Licht verwendet wird.

        • Available Light bedeutet in der Fotografie bzw. beim Film und Fernsehen, dass für die Aufnahme trotz ungünstiger Lichtverhältnisse (z. B. Aufnahmen bei Dämmerung oder in schlecht ausgeleuchteten Innenräumen) nur mit den ohnehin, auch ohne Foto- oder Filmaufnahmen vorhandenen Lichtquellen am Aufnahmeort (dem vorhandenen Licht) gearbeitet wird. Auf zusätzliche Beleuchtung wie Blitzlicht oder Scheinwerfer wird verzichtet. Diese Art zu fotografieren „achtet“ die reale Lichtsituation eines Ortes.

        • Der Begriff Avantgarde Fotografie beschreibt experimentelle, innovative und bahnbrechende Fotografie, die bestehende Regeln und Konventionen durchbricht, um neue Ausdrucksformen zu finden, oft mit radikalen oder provokativen Mitteln, die ihrer Zeit voraus sind und traditionelle Ästhetiken herausfordern, wie z.B. im „Neuen Sehen“ oder bei der Fotomontage. Es geht um Vorkämpfer und Wegbereiter, die mit Innovation, Experimentierfreude und einer Ablehnung des Mainstreams neue Wege in der visuellen Kommunikation beschreiten.

      • B

        • Belichtung nennt man in der Fotografie das Einwirken der unterschiedlichen Lichtverteilung eines Aufnahmegegenstandes auf dem fotografischen Film oder dem Bildsensor, um ein Bild zu erhalten. Sie repräsentiert die zur Aufnahme beitragende Lichtmenge und wird also von der Beleuchtung und Reflexion des Aufnahmegegenstands, von der Öffnungsweite des Objektivs sowie von der Verschlusszeit der Kamera beeinflusst. Die Belichtung ist ausgewogen, wenn Lichter und Schatten im Bild noch Zeichnung aufweisen und muss auf die Lichtempfindlichkeit des Films oder Bildsensors abgestimmt werden.

        • Eine spezielle Zeitschaltuhr (auch Laboruhr)zur präzisen Steuerung der Belichtungsdauer (Verschlusszeit) beim Entwickeln von Bildern im Fotolabor, speziell zur Sicherstellung gleicher Belichtungszeiten für wiederholte Vergrößerungen von Negativen.

        • Die Dauer, für die der Kamerverschluss geöffnet ist und Licht auf den Sensor fällt. Diese beeinflusst die Helligkeit des Bildes und die Darstellung von Bewegung (Bewegungsunschärfe bei langen Zeiten). Sie wird oft manuell eingestellt oder durch den Timer verzögert.

        • Eine Technik, die Verwacklungsunschärfe durch Kamerabewegungen reduziert, indem er die winzigen Erschütterungen des Fotografen ausgleicht, meist durch bewegliche Linsen (Objektiv) oder bewegliche Sensoren (Kamera), was schärfere Bilder bei freihändiger Aufnahme ermöglicht, besonders bei längeren Belichtungszeiten oder Teleobjektiven.

        • siehe Vogelperspektive

        • Ein Blendenstern (oder Sonnenstern) ist ein Effekt, bei dem eine helle Lichtquelle (Sonne, Laternen) sternförmig mit Strahlen erscheint. Er entsteht durch Lichtbrechung an den Blendenlamellen bei kleiner Blendenöffnung (hohe Blendenzahl, z.B. f/16) und ist ein beliebtes Stilmittel in der Landschafts- und Nachtfotografie. Die Anzahl der Strahlen hängt von der Anzahl der Lamellen ab (gerade Anzahl = gleiche Anzahl Strahlen; ungerade = doppelte Anzahl Strahlen).

        • Die starke Vergrößerung eines Bildes, oft bis an die Grenze der Auflösung, um Details zu enthüllen oder zu verlieren und die Wahrnehmung zu verändern, wie es durch Michelangelo Antonionis gleichnamigen Film (1966) berühmt wurde, der die Grenze zwischen Realität und Abstraktion thematisiert. Der Protagonist des Films vergrößert eine seiner Fotografien bis zu dem Punkt, an dem nur noch abstrakte Muster zu erkennen sind. Wenn das vergrößerte Bild die Grenze seiner Auflösung erreicht, kann er nicht mehr sicher sein, was er fotografiert hat.

        • Bokeh (aus dem Japanischen für „verschwommen“) ist ein Begriff in der Fotografie, der die ästhetische Qualität der Hintergrundunschärfe beschreibt, insbesondere wie unscharfe Lichtpunkte als weiche Kreise oder Formen abgebildet werden, um ein Motiv vom Hintergrund zu trennen und Tiefe zu erzeugen. Es geht nicht nur um den Grad der Unschärfe, sondern um deren „Aussehen“ – oft als weich und cremig, manchmal mit ausgeprägten Lichtringen (Zerstreuungskreisen).

        • Bowens-Anschluss-System (Bowens Mount), ein weit verbreiteter, herstellerunabhängiger Bajonettverschluss für Lichtformer wie Softboxen, Reflektoren und Beauty Dishes an Studioblitzen und Dauerlichtern, der durch drei „Nasen“ gekennzeichnet ist und ein einfaches Einrasten ermöglicht. Es ist ein Industriestandard, der Kompatibilität zwischen Zubehör verschiedener Marken gewährleistet, was ihn sehr beliebt macht.

        • Bracketing ist eine Fototechnik, bei der von einem Motiv eine Serie von Bildern mit leicht unterschiedlichen Einstellungen (meist Belichtung oder Fokus) aufgenommen wird, um später das optimale Foto zu wählen oder die Einzelbilder zu einem Bild mit erweitertem Dynamikumfang (HDR) oder durchgängiger Schärfe (Focus Stacking) zu kombinieren. Der Begriff stammt vom englischen bracket (Klammer) und beschreibt die Klammerung um die richtige Belichtung/Fokussierung mit unter- und überbelichteten bzw. unscharfen Aufnahmen – idealerweise mit Stativ, um Verwacklungen zu vermeiden.

        • Die Brenizer-Methode (auch "Bokeh-Panorama" oder "Bokehrama") ist eine Technik, um weitwinklige Fotos mit extrem geringer Tiefenschärfe und starkem Bokeh zu erstellen, indem viele Einzelbilder mit weit geöffneter Blende aufgenommen und anschließend zu einem großen Panorama zusammengefügt werden, um den Look von Großformatkameras zu simulieren, populär gemacht durch den Fotografen Ryan Brenizer. Es kombiniert quasi die Vorteile eines Teleobjektivs (geringe Tiefenschärfe) mit dem Bildwinkel eines Weitwinkelobjektivs.

        • Aus Brennweite und Aufnahmeformat (bzw. Sensorgröße) ergibt sich in der Fotografie der Bildwinkel.[10] Je größer die Brennweite ist, desto kleiner ist der Bildwinkel (Bildausschnitt) (bei gleichbleibendem Aufnahmeformat) und umgekehrt. Bei manchen Objektiven wird eine Brennweite angegeben, die beim Kleinbildformat (bei digitalen Kameras oft „Vollformat“ genannt) denselben Bildwinkel ergibt. Die Brennweite eines optischen Systems, bestehend aus einer oder mehreren Linsen oder gewölbten Spiegeln, ist der Abstand zwischen der bildseitigen Hauptebene des Systems und seinem Fokus (Brennpunkt). Sie ist das Verhältnis der linearen Größe des Bildes eines unendlich fernen Objekts zu dessen scheinbarer Größe, und zwar der Grenzwert, dem sich dieses Verhältnis mit abnehmender scheinbarer Größe des Objekts nähert.

        • Auch B-Modus, beschreibt eine Einstellung, bei der der Kameraverschluss so lange geöffnet bleibt, wie der Auslöser gedrückt wird – ideal für Langzeitbelichtungen wie bei Nachtaufnahmen, Feuerwerken oder Lichtspuren, wo die üblichen 30 Sekunden nicht ausreichen. Der Name stammt vom alten Blasebalg (engl. „bulb“), der früher manuell den Verschluss steuerte; heute wird dafür meist ein Fernauslöser oder eine App genutzt.

        • Nachbelichtung, das gezielte Abdunkeln von Bildbereichen, oft zusammen mit "Dodge" (Abwedeln, Aufhellen) als "Dodge & Burn"-Technik, um Kontraste zu verstärken, Details herauszuarbeiten, Strukturen zu betonen und das Auge des Betrachters zu lenken – eine Methode, die aus der analogen Dunkelkammer stammt und heute digital in Photoshop und Lightroom angewendet wird, um Gesichtern mehr Form und Tiefe zu geben.

        • Der Burst-Modus (Serienbildfunktion, Serienaufnahme) ist eine Kameratechnik, bei der durch Gedrückthalten des Auslösers eine schnelle Abfolge (ein „Feuerstoß“) mehrerer Fotos in schneller Folge aufgenommen wird, um aus vielen Bildern das perfekte Moment, eine Bewegung oder einen scharfen Schnappschuss bei sich schnell bewegenden Motiven (Sport, Tiere) auszuwählen. Die Geschwindigkeit wird in Bildern pro Sekunde (fps) gemessen und hängt von der Kamera ab.

        • Der Begriff "Butterfly-Licht" (Butterfly Lighting) beschreibt eine Lichtsetzungstechnik, bei der die Hauptlichtquelle frontal und leicht erhöht über dem Gesicht des Models positioniert wird, um einen charakteristischen, schmetterlingsförmigen Schatten direkt unter der Nase zu erzeugen. Diese Technik, auch als Paramount Lighting oder Glamour Lighting bekannt, ist beliebt in der Porträt- und Beauty-Fotografie, da sie das Gesicht schmeichelhaft formt, die Wangenknochen betont und Falten kaschiert, indem sie die Gesichtszüge verlängert und modelliert.

      • C

        • Der Begriff Camera Obscura (lateinisch für „dunkle Kammer“) beschreibt eine lichtdichte Kammer oder einen Kasten mit einem kleinen Loch, durch das Licht einfällt und auf der gegenüberliegenden Wand ein auf dem Kopf stehendes, seitenverkehrtes Bild der Außenwelt projiziert wird, was die Grundlage der Fotografie und eine historische Zeichenhilfe für Künstler darstellt, heute oft auch Lochkamera genannt. Sie ist der direkte Vorläufer moderner Kameras, die das Prinzip der Lichtbrechung und Bildprojektion nutzt, oft auch mit Linsen zur Schärfeverbesserung.

        • Der Fotografie-Begriff für das Werfen einer Kamera in die Luft, um abstrakte, bewegte Bilder mit Lichtstreifen und Mustern zu erzeugen. Eeine Form der kinetischen Fotografie, bei der die Kamera während der Belichtung fliegt, oft mit Selbstauslöser und langer Belichtungszeit. Erzeugt einzigartige, abstrakte Kunstwerke, die Bewegung und Licht auf unkonventionelle Weise darstellen.

        • Der Begriff "Capture" in der Fotografie bedeutet meist das Einfangen, Aufnehmen oder Erfassen eines Moments oder Bildes mit einer Kamera, ähnlich dem deutschen "Festhalten". Eng damit verbunden ist oft auch die Software "Capture One", eine professionelle Bildbearbeitungssoftware, die starke Werkzeuge zur "Stil"-Übertragung (Capture Styles) und präzisen Bildbearbeitung bietet.

        • "Carl Zeiss" steht synonym für höchste optische Qualität, Präzision und innovative Technologie. Es bezieht sich auf die Objektive und Produkte des Unternehmens, die für ihre außergewöhnliche Bildschärfe, Klarheit und Farbgetreue bekannt sind, wie z.B. das revolutionäre Tessar-Objektiv, das die Fotografie maßgeblich prägte und auch heute noch in der modernen Bildgebung (z.B. Smartphones) Anwendung findet. Das 1846 in Jena gegründete Unternehmen ist einer der bedeutendsten und einflussreichsten Hersteller von Optiken weltweit. Obwohl Zeiss keine Kameras im klassischen Sinne herstellte, lieferten sie die weltweit führenden Objektive (Tessar, Planar, Sonnar, Biogon etc.) für unzählige Kamerasysteme (wie Contax, Hasselblad, Rollei, Ikon).

        • Ein Catchlight (auch „Augenlicht“ oder „Lichtreflex“) in der Fotografie ist der kleine, helle Lichtpunkt oder -reflex einer Lichtquelle, der sich in den Pupillen des fotografierten Motivs spiegelt und den Augen dadurch Leben, Tiefe und Glanz verleiht. Ohne Catchlights können Augen „tot“, matt und farblos wirken, während der kleine Reflex die Augen zum Strahlen bringt und den Blick des Betrachters anzieht. Form, Größe und Position des Catchlights verraten die Art und Position der Lichtquelle (z.B. rund für Sonne/Softbox, eckig für Fenster, klein für Blitz) und sind ein wichtiges Werkzeug zur Gestaltung emotionaler Porträts.

        • Spezielle Folien für die Fotografie, wie Farbfilterfolien (CTO, CTB) für Studiolichter, Schutzfolien zum Laminieren von Bildern gegen Schmutz und Feuchtigkeit (z.B. Filmolux Photo)

        • Chiaroscuro (italienisch für „hell-dunkel“) in der Fotografie ist eine Technik, die starke Kontraste zwischen Licht und Schatten nutzt, um dramatische, dreidimensionale Effekte zu erzeugen, Objekte plastisch zu modellieren und die Aufmerksamkeit gezielt zu lenken.

        • Mit dem C-Light D bietet die Firma Hensel ein leistungsstarkes Dauerlicht, das ohne störende Lüftergeräusche auskommt und somit für Bewegtbildaufnahmen mit Ton optimal geeignet ist. Hensel reagiert mit dieser Neuentwicklung auf die Videofähigkeit vieler DSLRs und will vor allem Fotografen die Möglichkeit geben, ihre Lichtformer mit EH-Anschluss nun auch in Verbindung mit Dauerlicht zu verwenden.

        • Eine fotografische Praxis, bei der die Idee oder das Konzept wichtiger ist als das Motiv oder die ästhetische Ausführung. Entwickelt aus der Konzeptkunst der 1960er-Jahre (u. a. John Baldessari, Bernd und Hilla Becher), ist sie zentral für die intellektuelle und theoretische Entwicklung der Kunstfotografie.

        • Der Crop-Faktor ist das Verhältnis der Sensorgröße einer Kamera zu einem Referenzsensor, dem Vollformat (35mm-Kleinbild). Er gibt an, wie viel enger der Bildausschnitt einer Kamera mit kleinerem Sensor im Vergleich zum Vollformat erscheint, was sich anfühlt wie eine "Verlängerung" der Brennweite (z. B. 50mm auf APS-C mit Faktor 1,5 wird zu 75mm äquivalent), da der Sensor nur einen Teil des Bildkreises erfasst und somit das Bild "beschnitten" wird.

      • D

        • Die Daguerreotypie ist das erste praktikable, kommerziell erfolgreiche fotografische Verfahren, das 1839 von Louis Daguerre der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und dauerhafte Bilder auf versilberten Kupferplatten erzeugte, wobei jede Aufnahme ein einzigartiges, spiegelverkehrtes Unikat darstellte, das durch Jod- und Quecksilberdämpfe entwickelt wurde. Das Ergebnis war sehr präzise, detailgetreu und scharf, die Platte allerdings sehr empfindlich.

        • Der Begriff Dauerlicht in der Fotografie beschreibt künstliche Lichtquellen (wie LEDs, Halogen- oder Leuchtstofflampen), die das Motiv während der gesamten Aufnahme kontinuierlich und konstant ausleuchten, im Gegensatz zu Blitzlicht, das nur einen kurzen Lichtimpuls gibt; es erlaubt Fotografen, Belichtung und Schatten in Echtzeit zu sehen und anzupassen, was besonders bei Porträts, Produktfotografie und Videografie vorteilhaft ist, da es eine stabile, kontrollierbare Beleuchtung bietet und Modelle weniger irritiert.

        • In der Fotografie bezieht sich "Daylight" (Tageslicht) auf das natürliche Sonnenlicht, das von Sonnenauf- bis -untergang reicht, aber auch auf künstliche Lampen, die diese spezielle Lichtfarbe simulieren, typischerweise mit einer Farbtemperatur von etwa 5500 Kelvin (K), was als neutrales, leicht bläuliches Licht empfunden wird und eine ausgewogene Farbwiedergabe ermöglicht. Tageslichtfotografie nutzt entweder das echte natürliche Licht (auch als Available Light bekannt) oder spezielle Tageslichtlampen, die Vollspektrumlicht liefern, um natürliche Effekte zu erzielen.

        • Ein Diptychon in der Fotografie ist ein Kunstwerk, das aus zwei bewusst zusammengefügten, eigenständigen Fotografien besteht, die nebeneinander präsentiert werden, um eine neue, gemeinsame Bedeutung zu schaffen, die über die Einzelbilder hinausgeht. Der Begriff stammt aus dem Griechischen ("zweifach gefaltet") und bezeichnete ursprünglich zusammenklappbare Tafeln; in der Fotografie werden zwei Bilder thematisch, formal oder konzeptuell verbunden, oft durch Kontraste (Stillstand/Bewegung, Groß/Klein) oder Ergänzungen, um eine Geschichte zu erzählen oder eine Aussage zu treffen.

        • siehe Schärfentiefe

        • siehe Vertigo-Effekt

        • Der Begriff "Dome Light" (Dom-Beleuchtung) bezieht sich meist auf zwei Dinge:
          1. eine spezielle Beleuchtungsvorrichtung mit einer kuppelförmigen Abdeckung für gleichmäßige, diffuse Ausleuchtung von spiegelnden Objekten.
          2. in der Lichtmalerei (Lightpainting) beschreibt ein "Dome" (eine Kugel aus Licht) das Ergebnis, wenn man eine Lichtquelle (oft durch eine Kuppel gestreut) in eine bestimmte Form bringt und so faszinierende Lichteffekte erzeugt.

        • Ein lichtdurchlässiges Hilfsmittel (oft ein weißes Tuch oder eine spezielle Scheibe), das vor eine Lichtquelle gehalten oder montiert wird, um hartes Licht zu streuen und zu verteilen, was zu weicheren Schatten, weniger Kontrast und schmeichelhafter Beleuchtung führt, ideal für Porträts und Produktfotografie. Er macht die Lichtquelle größer und „weicher“, indem er direktes Licht in eine gleichmäßige, diffuse Beleuchtung umwandelt.

        • siehe Tripod

        • Die Drittelregel (oder Ein-Drittel-Regel) ist eine grundlegende Kompositionsregel in der Fotografie, die das Bild gedanklich in neun gleich große Felder teilt (zwei horizontale und zwei vertikale Linien), um das Hauptmotiv an den vier Schnittpunkten oder entlang der Linien zu platzieren, was dem Bild mehr Spannung, Ausgewogenheit und einen harmonischeren Eindruck verleiht als eine mittige Platzierung. Sie ist eine Faustregel, um den Blick des Betrachters zu lenken und ist eng mit dem Goldenen Schnitt verwandt, der eine ähnliche, aber präzisere Teilung vorschlägt.

        • Eine Drohnenaufnahme ist ein Foto oder Video, das aus der Luft mit einer mit einer Kamera ausgestatteten Drohne (einem unbemannten Luftfahrzeug) erstellt wird und neue Perspektiven ermöglicht.

      • E

        • Ellen von Unwerth ist eine deutsche Fotografin. Ihre Bildsprache basiert auf Lebendigkeit, Storytelling und spielerischer Weiblichkeit, wobei sie Models auffordert, eine Rolle zu leben statt nur zu posieren, um starke, authentische und oft provokante Bilder zu schaffen, die Bewegung und Persönlichkeit zeigen und Betrachter fesseln. Sie nutzt eine filmische Ästhetik, um Szenen zu inszenieren, die das Leben selbst feiern und eine Geschichte erzählen, die über das reine Abbild hinausgeht.

          Während einer Modeproduktion 1986 in Kenia lieh sie sich eine Kamera und fotografierte andere Models und einheimische Kinder. Diese Aufnahmen wurden später im französischen Modeheft Jill veröffentlicht, und in ihr reifte der Entschluss, Fotografin zu werden, obwohl sie über keine entsprechende Ausbildung verfügte. Erste Erfolge hatte sie mit der Auftragsarbeit für die französische Elle, bei der sie ein Model für eine Anzeigenkampagne des Jeans-Labels Guess fotografieren sollte. Ihre Wahl fiel auf die erst 17-jährige Claudia Schiffer, die der jungen Brigitte Bardot ähnelte. Ihre Arbeit wird stark von ihrem Vorbild Helmut Newton geprägt.

        • "Enhanced Fotografie" (verbesserte Fotografie) bezieht sich auf die digitale Nachbearbeitung oder spezielle Aufnahmetechniken, um ein Bild zu optimieren, indem Farben, Kontrast, Schärfe oder Dynamikumfang verbessert werden – oft über das hinaus, was direkt aus der Kamera kommt, durch Methoden wie HDR, KI-Upscaling oder die Kombination mehrerer Aufnahmen für mehr Detailreichtum in Licht und Schatten. Der Begriff umfasst oft kreative Verfremdung wie bei der experimentellen Fotografie, um das Bild interessanter zu machen.

        • Der Begriff "entfesselt blitzen" beschreibt in der Fotografie das Lösen des Blitzgeräts von der Kamera, um es separat zu positionieren. Statt direkt auf das Motiv zu leuchten, ermöglicht dies eine flexible Lichtführung, um Schatten zu steuern, dramatischere Effekte zu erzielen, das Licht zu modellieren oder die 3D-Wirkung zu betonen. Ausgelöst wird der entfesselte Blitz drahtlos per Funk/Infrarot, optisch über einen "Slave"-Modus oder mit speziellen Kabeln.

        • Flüchtiges, sich schnell veränderndes Licht, das nur für kurze Zeit fotografisch erfassbar ist. Künstler wie Hiroshi Sugimoto oder Olafur Eliasson nutzen es, um Zeit, Wahrnehmung und Vergänglichkeit visuell zu reflektieren.

        • Belichtung (Exposure) in der Fotografie bestimmt die Helligkeit eines Bildes, gesteuert durch das Zusammenspiel von Blende, Verschlusszeit und ISO-Wert. Ziel ist, genug Licht auf den Sensor zu lassen, um ein detailreiches Bild zu erzeugen, ohne es zu dunkel (unterbelichtet) oder zu hell (überbelichtet) werden zu lassen.

      • F

        • Festbrennweite ist im Fachjargon der Name für ein Objektiv, dessen Brennweite bedingt durch die Bauart fest vorgegeben ist und sich nicht wie bei einem Zoomobjektiv verändern lässt. Im Vergleich zum Zoomobjektiv ist eine Festbrennweite meist einfacher und günstiger zu entwickeln und zu produzieren. Festbrennweiten haben in der Regel ein besseres Auflösungsvermögen, bessere Abbildungsleistungen sowie eine höhere Lichtstärke. In der professionellen Fotografie hat sich aber die Festbrennweite für viele Anwendungsbereiche durchgesetzt. Durch die meist höhere Lichtstärke und wegen der besseren Abbildungsqualität wird sie professionellen Ansprüchen an das Ergebnis eher gerecht als Zoomobjektive, deren Stärke besonders in der Flexibilität liegt.

        • Als Filmempfindlichkeit (englisch film speed) bezeichnet man die Lichtempfindlichkeit von fotografischen Platten und Filmen. Bei höherer Lichtempfindlichkeit kann man bei gleicher Belichtungszeit in dunklerer Umgebung fotografieren oder man muss bei gleicher Helligkeit die Belichtungszeit reduzieren. Die Filmempfindlichkeit wird heute in ISO und teilweise zu Vergleichszwecken auch noch in DIN, ASA oder GOST angegeben.

        • Fine Art Fotografie ist eine eigenständige Kunstform, die über die bloße Abbildung der Realität hinausgeht und die persönliche, künstlerische Vision des Fotografen in den Vordergrund stellt, indem sie Emotionen, Konzepte und eine einzigartige Ästhetik durch bewusste Komposition, Lichtführung und oft auch Nachbearbeitung vermittelt, um ein eigenständiges Kunstwerk zu schaffen, das für Galerien und Sammler bestimmt ist. Es geht um die Interpretation eines Moments, nicht um Dokumentation, und unterscheidet sich von Werbe- oder Fotojournalismus durch den Fokus auf das Kunstwerk selbst.

        • Ein Fischaugenobjektiv für einen extrem weiten Bildwinkel (oft über 180°), um eine starke tonnenförmige Verzeichnung (gekrümmte Linien) zu erzeugen, die das Motiv verzerrt und sphärisch wirken lässt, ähnlich dem Blick eines Fisches unter Wasser. Der Begriff leitet sich von dieser visuellen Ähnlichkeit ab und ermöglicht kreative, weitläufige Aufnahmen oder einzigartige Perspektiven, bei denen viel vom Bild erfasst wird, was in Landschafts-, Architektur- oder Action-Fotografie beliebt ist.

        • Sogenannte Flags halten das Licht von Bereichen ab, die unbeleuchtet bleiben sollen – auch bekannt als Abschatter helfen sie, den Einsatz der Lichtquelle zu regulieren und zu kontrollieren. Zur Befestigung wird meist ein Stativ genutzt, alternativ kann die Flag von einem Assistenten gehalten werden. Flags sind in der Regel schwarz, da sie so zusätzlich einen Teil des Lichts schlucken. Neben professionellem Equipment kann auch eine schwarze Hartschaumplatte aus dem Baumarkt zum Einsatz kommen. Der Effekt bleibt der gleiche, ist jedoch kostengünstiger.

        • Der Fokus in der Kamera bestimmt wie scharf ein Bild im Endergebnis erscheint. Vereinfacht gesagt entspricht das Sucherfeld dem Bereich, der scharf abgebildet wird und wo der Fokus am Ende liegt. Es kommt zudem darauf an, welches Messfeld die Kamera bzw. der Fotograf eingestellt hat, in dem sich der Fokuspunkt bewegen kann. Der Fokus wird direkt mit dem Sensormessfeld (meist zentriert) definiert, denn so hat der Fotograf die Möglichkeit bei einem halb durchgedru?ckten Auslöser, den Schärfebereich zu definieren. Der Fokus hängt eng mit der Blendeneinstellung zusammen, denn je niedriger die Blendenzahl ist, desto kleiner ist die Schärfeebene und so weniger wird im Bild scharf abgebildet.

        • Focus Stacking ist eine Technik, bei der mehrere Bilder desselben Motivs mit unterschiedlich eingestellten Fokuspunkten aufgenommen und später in der Nachbearbeitung zu einem einzigen Bild zusammengefügt werden, um eine extrem große Schärfentiefe zu erzielen, die mit einer einzigen Aufnahme nicht möglich wäre – ideal für Makro- und Produktfotografie.

        • Ein Fotogramm ist ein fotografisches Bild, das ohne Kamera durch direkte Platzierung von Objekten auf lichtempfindlichem Material (wie Fotopapier) und anschließende Belichtung entsteht, wobei die Objekte als helle Silhouetten oder Formen auf dunklem Grund erscheinen; es ist eine frühe Form der Fotografie, die von Künstlern wie Man Ray (als „Rayogramm“) und Christian Schad („Schadographie“) weiterentwickelt wurde und oft als "Fotografie ohne Objektiv" bezeichnet wird.

        • Kompositionstechnik, bei der natürliche oder künstliche Elemente (wie Fenster, Türen, Äste, Bögen) das Hauptmotiv einrahmen, um den Blick des Betrachters gezielt darauf zu lenken, Tiefe zu erzeugen und die Bildaussage zu verstärken. Es schafft einen "Rahmen im Bild" und verleiht dem Foto eine zusätzliche Dimension und einen Kontext.

        • Die Froschperspektive wird auch als Untersicht oder Low Angle bezeichnet. Ein sehr weit unterhalb der normalen Augenhöhe befindlicher Kamerastandpunkt mit Blickrichtung nach oben ermöglicht dem Betrachter einen ungewöhnlichen, aber immer noch leicht nachvollziehbaren Betrachtungswinkel. Der Einsatz dieser Perspektive sollte immer unter Berücksichtigung ihres optischen sowie dramaturgischen Effekts gewählt werden. Eine Untersicht suggeriert häufig „Erniedrigung und Unterlegenheit“. Im Zusammenhang mit der Froschperspektive treten sehr häufig Probleme mit der Lichtsituation auf (Kontraste), da die Kamera tief am Boden positioniert wird und nach oben auf das Motiv gerichtet ist, ähnlich dem Blick eines Frosches. Dies lässt Objekte größer, mächtiger und imposanter erscheinen, da sie aus einer ungewohnten, nach oben blickenden Perspektive gezeigt werden, oft mit viel Himmel als Hintergrund und einem tiefen Horizont.

      • G

        • Ein Galgenstativ (Boom Stand) in der Fotografie ist ein spezielles Studiostativ mit einem langen, schwenkbaren Arm (Galgen), der es ermöglicht, Lichtquellen (Blitze, Lampen) oder Mikrofone seitlich oder direkt von oben über das Motiv zu positionieren, ohne dass das Stativ selbst im Bild oder Weg ist, ideal für weiche Frontalbeleuchtung oder Overhead-Shots durch das Gegengewicht am anderen Ende, das für Stabilität sorgt.

        • Der Goldene Schnitt in der Fotografie ist ein Gestaltungsprinzip zur harmonischen Bildkomposition, das ein Bild nach dem mathematischen Verhältnis von etwa 1:1,618 teilt, um ästhetisch ansprechende Platzierungen für Motive und Linien zu finden, oft durch die Goldene Spirale oder Schnittpunkte, die dem Betrachter ein natürliches Auge führen. Er ist eine Verfeinerung der einfacheren Drittel-Regel (Rule of Thirds) und basiert darauf, dass das Auge von Natur aus auf bestimmte Proportionen reagiert, die sich auch in der Natur finden.

        • Die Goldene Stunde (Golden Hour) bezeichnet die Zeit kurz nach Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht warm, weich und diffus ist, weil die Sonne tief am Horizont steht und das Licht einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegt, was Blauanteile streut und warme Gelb-, Orange- und Rottöne erzeugt, ideal für schmeichelhafte Portraits und stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen. Der Goldenen Stunde folgt (Sonnenuntergang) bzw. geht voraus (Sonnenaufgang) die Blaue Stunde.

        • siehe Körnung

        • Ein Graukeil (oder Graustufenkeil) ist ein fotografisches Hilfsmittel mit einer schrittweisen Abstufung von Schwarz zu Weiß, um Belichtung, Entwicklung und Kontrastkorrektur präzise zu steuern, indem man die Tonwertverteilung misst und bei der Bildbearbeitung (z.B. über Gradationskurven) oder beim Druck anpasst, um eine realistische Wiedergabe der Helligkeitswerte sicherzustellen.

        • Die Modelle der Canon PowerShot G Digitalkamera-Reihe des japanischen Herstellers Canon richten sich an ambitionierte Hobbyfotografen. Das G steht für Genius. Den Namen PowerShot führte die Firma Canon 1998 als Bezeichnung ihrer digitalen Kompaktkameras ein. Die Kameras der G-Reihe wurden im Rahmen der PowerShot-Produktpalette im September 2000 mit dem Modell G1 eingeführt. Wegen ihres Vollmetallgehäuses sind sie für Kompaktkameras vergleichsweise schwer und sie verfügen über relativ lichtstarke Objektive. Eine Besonderheit stellt der Blitzschuh dar, mit dem Canon-Systemblitze und teilweise weiteres Systemzubehör verwendet werden kann.

        • In der Fotografie bezieht sich "Grid" (Gitter/Raster) auf zwei Hauptkonzepte:
          1. das Gitternetz im Kameradisplay zur Hilfe bei der Bildkomposition nach Drittel-Regel oder Goldener Spirale.
          2. das physische Grid als Lichtformer (Wabe), das an Blitzköpfen oder Softboxen angebracht wird, um das Licht zu bündeln, Streulicht zu verhindern und so gezielt Schatten zu setzen und den Fokus auf das Motiv zu lenken. In beiden Fällen dient das Grid der Strukturierung und Kontrolle des Bildes.

      • H

        • Hasselblad ist ein schwedischer Hersteller von Mittelformatkameras mit Sitz in Göteborg, welcher digitale Kameras in den Bildsensorformaten 53,4 mm × 40,0 mm und 43,8 mm × 32,9 mm herstellt. 1841 gründete Fritz Wiktor Hasselblad das Handelsunternehmen F. W. Hasselblad & Co. in Göteborg. Sein Sohn Arvid Viktor Hasselblad interessierte sich für Fotografie und gründete die Fotografie-Sparte des Unternehmens. Hasselblad-Kameras für Analogfilm waren neben Rolleiflex bis zum Siegeszug der Digitalfotografie in den 2000er Jahren eine Art de-facto-Standard bei Mittelformatkameras, die wegen der weit höheren Bildauflösung als beim Kleinbildfilm vor allem in den Bereichen Modefotografie, Porträtfotografie, Kunst und Werbung genutzt werden. Viele weltbekannte Fotografen arbeiten oder arbeiteten mit den Kameras des Herstellers. Die Fotos der US-Astronauten des Apollo-Programms auf dem Mond wurden mit Hasselblad-Kameras gemacht, ebenso wie zahlreiche berühmte Plattencover, etwa Abbey Road von den Beatles.

        • Helmut Newton (ursprünglich Helmut Neustädter) war ein deutsch-australischer Fotograf. Er wurde 1920 als Sohn einer wohlhabenden jüdischen Knopffabrikantenfamilie in Berlin unter dem Namen Helmut Neustädter geboren. Bis 1934 lebte er mit seiner Familie in Berlin-Schöneberg und absolvierte eine Lehre als Fotograf bei der damals bekannten Berliner Fotografin Yva (Else Neuländer-Simon). Er flüchtete vor den Nazis aus Deutschland. Die Kriegsjahre ab 1940 verbrachte er in Australien und eröffnete 1945 ein Fotostudio in Melbourne. Später arbeitete er für die australische und andere Ausgaben der Vogue. Seit den 1970er Jahren war Newton einer der begehrtesten und teuersten Mode-, Werbe-, Porträt- und Aktfotografen der Welt.

        • Henri Cartier-Bresson (1908 - 2004) war ein französischer Fotograf, Regisseur, Schauspieler, Zeichner, Maler und Mitbegründer der renommierten Fotoagentur Magnum. Er war einer der wichtigsten Repräsentanten der humanistischen Fotografie des 20. Jahrhunderts und wurde vor allem durch seine herausragenden, perfekt komponierten Schwarzweißfotografien bekannt. Im Zweiten Weltkrieg entkam er zweimal aus deutscher Kriegsgefangenschaft und fotografierte die Befreiung von Paris.

        • siehe Überbelichtung

        • High-Speed-Fotografie ist eine Technik, um extrem schnelle Bewegungen oder Ereignisse einzufrieren, die für das bloße Auge nicht sichtbar sind, indem sehr kurze Belichtungszeiten oder spezielle Hochgeschwindigkeitskameras genutzt werden, um Phänomene wie zerplatzende Seifenblasen, fliegende Insekten oder industrielle Prozesse sichtbar zu machen. Die dazu gehörende Technik High-Speed-Sync (HSS) erlaubt es, Blitze mit diesen kurzen Verschlusszeiten zu kombinieren, um auch bei viel Umgebungslicht Aufnahmen zu machen, indem der Blitz in mehreren kurzen Impulsen feuert.

        • Ein einzelner Bildpunkt auf dem Sensor einer Digitalkamera, der übermäßig hell leuchtet, oft als scharfer, farbiger (Rot, Grün, Blau) oder weißer Punkt erscheint, wo Dunkelheit sein sollte. Diese Pixelfehler entstehen hauptsächlich bei Langzeitbelichtungen oder hohen ISO-Werten durch Überhitzung des Sensors, sind immer an derselben Position und lassen sich durch interne Kamerafunktionen (Pixel Mapping) oder Bildbearbeitung entfernen.

      • I

        • Bezeichnet ein ikonisches Foto von außergewöhnlicher kultureller Bedeutung, das einen Moment perfekt einfängt und als bleibendes Symbol für eine Ära, ein Ereignis oder eine Idee steht, oft mit hoher Wiedererkennung und emotionaler Wirkung. Der Begriff "Icon" (vom griechischen eikon für "Bild") kann sich auch auf kleinere, symbolische Bilder beziehen, wie z.B. Piktogramme in Apps, die Funktionen repräsentieren, aber in der Kunst/Kultur meint "Ikone" meist das herausragende, prägende Bild mit historischer Tiefe.

        • siehe Filmempfindlichkeit

        • Der Begriff Indoor-Fotografie beschreibt das Fotografieren innerhalb von Gebäuden und Räumen, abseits von Außenaufnahmen, um Witterungseinflüsse zu vermeiden und eine kontrollierte Umgebung für Motive wie Porträts, Events oder Architektur zu schaffen, oft mit Fokus auf vorhandenes Licht oder gezielte künstliche Beleuchtung. Manchmal wird es auch als Raumfotografie oder spezifischer als Studiofotografie (in kontrollierter Umgebung) oder Homestory (authentische Familienbilder zu Hause) bezeichnet, mit dem Ziel, einzigartige Lichtstimmungen und Szenen zu nutzen.

        • Nimmt automatisch in vorher festgelegten Zeitintervallen (z.B. alle 5 Sekunden) Fotos auf – z. B. zur Erstellung von Zeitraffer (Timelapse) oder Hyperlapse-Videos, bei denen langsame Vorgänge (Wolkenbewegung, Sonnenuntergang) beschleunigt dargestellt werden.

      • J

        • Bewegung japanischer Künstler seit den 1950er Jahren, die Fotografie als subjektiven, expressiven Ausdruck verstanden. Vertreter wie Daido Moriyama und Shomei Tomatsu prägten eine ästhetische Sprache zwischen Existenzialismus und Abstraktion.

        • Jim Rakete (eigentlich Günther Rakete) ist ein deutscher Fotograf, Fotojournalist, Musikmanager und Dokumentarfilmer. Bekannt wurde Rakete durch seine meist in Schwarz-Weiß gehaltenen Porträtfotografien von Prominenten. Bereits mit 17 Jahren fotografierte er professionell für Tageszeitungen und Agenturen, unter anderem Jimi Hendrix, Ray Charles, David Bowie und Mick Jagger. Von 1977 bis 1987 führte Rakete in einer Kreuzberger Fabriketage eine Fotoagentur, genannt die „Fabrik“. In dieser Zeit fotografierte er nicht nur die Cover vieler Musiker der Neuen Deutschen Welle, sondern arbeitete auch als Manager. Seit 1987 widmet sich Rakete vollständig der Fotografie, seither hat er zahlreiche Größen der deutschen und internationalen Musik- und Filmbranche porträtiert, unter anderem Til Schweiger, Meret Becker, Moritz Bleibtreu, Otto Sander, Jürgen Vogel, die Berliner Philharmoniker und Annett Louisan.

        • Die Gorillapods des kalifornischen Entwicklers und Herstellers Joby, Inc. sind biegsame, flexible Dreibeinstative, mit denen man Kameras in nahezu jeder Situation, auf fast jedem Untergrund befestigen und sichern kann. Siehe auch Monkeypod.

        • siehe "Ansicht von Le Gras"

      • K

        • siehe Verschluss

        • siehe Vollformat

        • Kelvin (K) ist die Maßeinheit für die Farbtemperatur des Lichts, die beschreibt, wie "warm" (gelb/rot) oder "kalt" (bläulich) das Licht einer Quelle wirkt. Niedrige Werte (z.B. 2700 K) bedeuten warmes Licht (Kerze, Glühlampe), hohe Werte (z.B. 5000 K+) bedeuten kühles, tageslichtähnliches Licht (Schatten, Himmel). Fotografen nutzen diesen Wert für den Weißabgleich, um natürliche Farben zu erzielen, da verschiedene Lichtquellen unterschiedliche Kelvin-Werte haben.

        • Das Key Light (Hauptlicht) ist die wichtigste und dominanteste Lichtquelle, die die Form und Dimension des Motivs definiert und ihm Tiefe verleiht; es ist das erste und oft einzige Licht, das du setzt, um das Motiv zu beleuchten, wobei es durch Positionierung und Helligkeit den Stil (z. B. dramatisch durch Low-Key oder hell und luftig durch High-Key) maßgeblich bestimmt. Es stammt ursprünglich aus der Filmbeleuchtung und kann jede Art von Lichtquelle sein, wird aber oft mit Diffusoren (Softboxen, Schirmen) genutzt, um weichere Ergebnisse zu erzielen.

        • (auch Kicker-Light) Ein Akzentlicht, das schräg von der Seite oder hinten eingesetzt wird, um Konturen am Motiv hervorzuheben, es vom Hintergrund zu trennen und ihm mehr Dreidimensionalität zu verleihen, oft als hellerer Akzent zum Hauptlicht (Key-Light). Es erzeugt einen "Kick" oder eine Kante (Rim Light) auf der Haut oder im Haar, die das Motiv "poppen" lässt, besonders wenn Hintergrund und Motiv ähnliche Farben haben.

        • Ein Kontaktbogen (oder Kontaktabzug, engl. Contact Sheet) ist in der analogen Fotografie eine Übersicht aller Bilder eines Filmstreifens, bei der die Negative direkt (im "Kontakt") auf ein Blatt Fotopapier gelegt und belichtet werden, um kleine, maßstabsgetreue Positiv-Abbilder zu erzeugen, die eine erste Auswahl für Vergrößerungen ermöglichen. Heute gibt es auch digitale Kontaktbögen.

        • In der Fotografie bezeichnet ein Konverter (auch Telekonverter oder Extender) ein optisches Zubehör, das zwischen Objektiv und Kamera geschraubt wird, um die Brennweite eines Objektivs zu verlängern und Motive näher heranzuholen, ähnlich einem zusätzlichen Fernrohr, allerdings mit Abstrichen bei Lichtstärke und Schärfe. Es gibt auch Weitwinkelkonverter (gegenläufig) und RAW-Konverter (Software zur Bildverarbeitung).

        • ein gepolsterter Schutzbehälter, der zum sicheren Transport einzelner Kameraobjektive dient, ähnlich einem Pfeilköcher für Pfeile. Er schützt Objektive vor Stößen, Staub und Feuchtigkeit und kann an Rucksäcken, am Gürtel oder direkt an der Ausrüstung befestigt werden, um schnellen Zugriff zu ermöglichen. Der Begriff beschreibt also ein praktisches Zubehörteil für Fotografen, das für die Aufbewahrung von Wechselobjektiven genutzt wird. Varianten reichen von einfachen Textilbeuteln mit Kordelzug bis zu Hartschalen mit Reißverschluss. Ähnliche Aufbewahrungslösungen sind die Kameratasche.

        • Körnung bezieht sich auf die sichtbaren, körnigen Strukturen eines Fotos, die entweder vom analogen Filmmaterial (Filmkorn) stammen (Silberpartikel) oder bei digitalen Bildern durch zu hohe ISO-Werte oder schlechte Lichtverhältnisse erzeugt werden (Bildrauschen). Es ist ein Effekt, der bei starker Vergrößerung deutlich wird und das Bild rauer oder schärfer wirken lassen kann, oft als Stilmittel in der Schwarz-Weiß-Fotografie eingesetzt, um Textur und Tiefe zu erzeugen.

      • L

        • Langzeitbelichtung ist eine Methode in der Fotografie, die eine längere Belichtungszeit als bei der konventionellen Fotografie bezeichnet. Langzeitbelichtungen werden beim Fotografieren mit Kamera bei schwachen Lichtquellen eingesetzt oder um Bewegungsabläufe zu zeigen. Langzeitbelichtungen können verschiedene Effekte zeigen wie z. B. Lichtstreifen, weiches Wasser oder Sonnenbahnen. Langzeitbelichtungen erfordern oft besondere Hilfsmittel wie beispielsweise ein Stativ, einen Neutraldichtefilter oder eine Lochkamera. Beispiele sind Available-Light-Fotografie, Nachtaufnahmen, Solargraphie und kreative Techniken.

        • "Leading Lines" (Führungslinien) ist eine grundlegende Kompositionstechnik in der Fotografie, bei der natürliche oder vom Menschen geschaffene Linien (wie Wege, Flüsse, Zäune oder Gebäudekanten) den Blick des Betrachters gezielt zum Hauptmotiv oder Fokuspunkt des Bildes lenken, um Tiefe, Struktur und eine visuelle Reise zu erzeugen. Diese Linien können auffällig oder dezent, gerade oder geschwungen sein und dem Bild eine klare Richtung geben.

        • Die Leica Camera AG (Leica: Abkürzung für Leitz(sche) Camera) ist ein Hersteller von Kameras, Objektiven und Sportoptikprodukten mit Sitz in Wetzlar. Darüber hinaus ist das Unternehmen im Bereich Brillengläser, mechanische Uhren, Smartphones und Zubehör sowie in der Fertigung von Projektoren für das Heimkino-Segment tätig. Die Ursprünge des Unternehmens reichen bis in das Jahr 1869 zurück.

        • Die Leitzahl ist ein Maß für die Leistung eines Blitzgeräts in der Fotografie, die angibt, wie weit das Blitzlicht ein Motiv bei bestimmter Blende und ISO (meist ISO 100) ausleuchten kann; sie wird mit der Formel Leitzahl = Blende × Entfernung berechnet, sodass eine höhere Zahl mehr Leistung und Reichweite bedeutet.

        • Lens Flare (dt. Linsenreflexion oder Blendenfleck) ist ein Begriff für Lichtreflexionen im Objektiv, die als helle Flecken, Ringe oder Streifen im Bild erscheinen, oft als unerwünschter Bildfehler bei Gegenlicht, aber auch bewusst als kreatives Stilmittel genutzt wird. Sie entstehen durch Streuung und Reflexion des Lichts an den Linsengläsern und der Blende und nehmen oft die Form der Blendenlamellen an.

        • Ein Lichtassistent in der Fotografie ist eine unterstützende Rolle, die sich um die technische und gestalterische Seite der Beleuchtung kümmert, also um den Licht-Set-up mit Hilfsmitteln wie Reflektoren, Diffusoren und Blitzgeräten, um ein Motiv optimal auszuleuchten und die gewünschte Lichtführung zu erzielen, oft in Zusammenarbeit mit dem Fotografen.

        • Die aus einer jüdischen Wiener Familie stammende Lisette Model (1901–1983) gilt als eine der einflussreichsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts, insbesondere in der Street Photography. Als produktive Fotografin in den 1940er Jahren und Mitglied der New Yorker Genossenschaft Photo League wurden ihre Aufnahmen in „PM's Weekly“, „Harper's Bazaar“ und „US Camera“ veröffentlicht, bevor sie 1949 durch die Vermittlung von Ansel Adams ihre Lehrtätigkeit aufnahm. Lisette Model fotografierte weiterhin und unterrichtete von 1951 bis zu ihrem Tod 1983 an der New School for Social Research in New York.

        • siehe Froschperspektive

        • siehe Unterbelichtung

      • M

        • Die berühmte und renommierte Fotoagentur "Magnum Photos", gegründet 1947 in New York von Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, David Seymour und George Rodger, die Fotografen die Autonomie über ihre Bilder geben sollte, um Geschichten von menschlicher Erfahrung, Krieg, Revolution und sozialen Veränderungen authentisch und mit eigenem Blick festzuhalten, oft durch den „entscheidenden Moment“. Magnum steht für einen ethischen Ansatz, das Urheberrecht zu wahren und durch tiefgehende Reportagen die Weltöffentlichkeit zu bewegen, weg von rein illustrativen Magazinbildern.

        • Der Blick hinter die Kulissen (Behind the Scenes) einer Foto-, Film- oder Videoproduktion, um den Entstehungsprozess, den Aufwand und die Arbeit des Teams zu dokumentieren, was oft als "Making-of" bezeichnet wird und eine Art "Herstellung von" zeigt, um Interesse zu wecken, die Kreativität zu unterstreichen oder als Andenken zu dienen.

        • In der Makrofotografie wird ein Objekt so vor der Kamera positioniert, dass es auf der Aufnahme sehr groß und detailliert wiedergegeben wird. Im engeren Sinne spricht man von Makrofotografie, wenn das Bild des Objekts auf dem Kamerasensor genauso groß erscheint wie das Objekt selbst; der Abbildungsmaßstab ist dann exakt 1, auch als 1:1 dargestellt.

        • Als Makroobjektiv bezeichnet man ein spezielles Wechselobjektiv, das es ermöglicht, einen großen Abbildungsmaßstab zu erzielen – wie beispielsweise 1:2 (Abbildung auf dem Film bzw. dem Sensor ist halb so groß wie das Objekt selbst) oder 1:1 (Objekt wird in Originalgröße auf dem Film/Sensor abgebildet). Man spricht dann von Makrofotografie. Makroobjektive unterscheiden sich auch in der optischen Konstruktion und den Abbildungseigenschaften von üblichen Objektiven ähnlicher Brennweite.

        • Markus Henttonen ist ein finnischer Fotograf, bekannt für seine stimmungsvollen, poetischen Bilder von Menschen und Landschaften, die oft Melancholie und eine Mischung aus Realität und Fantasie vermitteln, inspiriert von urbaner Einsamkeit, Sommernächten und Emotionen, mit Serien wie "Silent Night" und "Twisted Tales", die eine tiefere narrative Ebene erkunden.

        • Der Begriff Masterblitz in der Fotografie bezeichnet den Hauptblitz in einem System mehrerer Blitze, der die anderen (Slave-Blitze) auslöst und steuert, oft der Aufsteckblitz auf der Kamera, der Funksignale sendet, um externe Blitze zu aktivieren und so flexible, entfesselte Beleuchtungsszenarien zu ermöglichen. Der Masterblitz (oft der eingebaute oder ein auf der Kamera montierter Systemblitz) gibt einen Lichtimpuls oder ein Funksignal ab. Auslösung der Slaves: Die Slave-Blitze, die räumlich getrennt platziert sind, fangen dieses Signal mit ihrer Fotozelle oder einem Empfänger auf und zünden ebenfalls.

        • Ein Mitzieher (englisch: Panning) ist eine Fototechnik, bei der die Kamera gezielt mit einem sich bewegenden Objekt (z. B. Auto, Läufer, Tier) mitgeschwenkt wird, um dieses scharf abzubilden, während der Hintergrund durch die Bewegung verwischt (Bewegungsunschärfe) wird, was Dynamik und Geschwindigkeit vermittelt. Dies erfordert längere Belichtungszeiten (z.B. 1/30s bis 1/5s), eine gleichmäßige Bewegung der Kamera synchron zum Motiv und oft Übung, um scharfe Ergebnisse zu erzielen.

        • Ein störendes, wellenartiges oder spiralförmiges Muster, das durch die Überlagerung von zwei regelmäßigen Mustern entsteht – typischerweise dem feinen Muster eines Motivs (z.B. Stoff, Gitter) und dem festen Raster des digitalen Kamerasensors (Aliasing). Dieser visuelle Artefakt beeinträchtigt die Bildqualität und tritt auf, wenn feine Strukturen nicht korrekt vom Sensor erfasst werden können, was zu unerwünschten Flimmern oder Farbverfälschungen führt.

        • Monkey Pod oder Monkeypod beschreibt ein flexibles Mini-Stativ mit biegsamen, greifenden Beinen, das sich an Ästen, Geländern, Schildern oder Mauern befestigen lässt, um kreative Aufnahmen aus ungewöhnlichen Winkeln zu ermöglichen – ähnlich einem Affen, der sich festhält. Es ist ein vielseitiges Werkzeug für Smartphones, Action-Kameras und leichte Systemkameras und ergänzt oft das bekannte Joby GorillaPod-Konzept.

        • Der Begriff beschreibt Bilder, die nur Abstufungen einer einzigen Farbe zeigen, wobei Schwarz-Weiß (Graustufen) am häufigsten ist, aber auch Sepia oder Blautöne möglich sind. Es bedeutet wörtlich "einfarbig" (griechisch: mono = eins, chroma = Farbe) und wird oft fälschlicherweise nur mit Schwarz-Weiß gleichgesetzt, obwohl es auch andere einfarbige Farbpaletten (z.B. Blau- oder Brauntöne) umfassen kann. Der Fokus liegt auf Formen, Texturen und Kontrasten statt auf Farbe, was die Bildwirkung verstärkt.

        • Ein Einbeinstativ (auch Monopod) ist ein transportables Stativ zum besseren Halt der Aufnahmegeräte (wie Foto- oder Videokamera). Es besitzt – im Gegensatz zu den weit verbreiteten Dreibeinstativen (Tripods) – nur ein Bein. Dieses ist zumeist mit Teleskoprohren hergestellt, damit es schnell justierbar, aber auch platzsparend transportierbar ist. Sie sind sehr handlich, haben viel weniger bewegliche Teile und sind leichter. Haupteinsatzbereich ist die Reportage- und Sportfotografie mit Teleobjektiven.

        • Motion Blur (Bewegungsunschärfe) ist ein fotografischer Begriff für die bewusste Erzeugung von Unschärfe durch Bewegung von Motiv oder Kamera während der Belichtung, um Dynamik und Geschwindigkeit darzustellen, im Gegensatz zu versehentlichem Verwackeln. Dies geschieht durch lange Verschlusszeiten oder spezielle Techniken wie das Mitziehen, wodurch Objekte verschwimmen, während der Rest des Bildes scharf bleibt oder der Hintergrund verschwimmt.

      • N

        • Die Naheinstellgrenze ist der kürzeste Abstand zwischen Objektiv (genauer: Sensorebene) und Motiv, innerhalb dessen ein Objektiv noch scharf fokussieren kann. Dieser Wert (z.B. 20 cm, 1,4 m) ist oft auf dem Objektiv vermerkt und entscheidend, um Motive nah abzubilden – je kleiner die Zahl, desto näher kommt man heran, wobei Makroobjektive speziell für sehr kurze Distanzen entwickelt wurden.

        • Narrative Fotografie ist ein Stil, der Bilder nutzt, um eine Geschichte zu erzählen, Emotionen zu wecken oder eine Botschaft zu vermitteln, oft durch eine Serie von zusammenhängenden Aufnahmen, die wie Kapitel wirken und den Betrachter auf eine visuelle Reise mitnehmen, um Kontext und tiefere Bedeutung zu schaffen, anstatt nur einen Moment festzuhalten. Künstler wie Duane Michals entwickelten das fotografische Erzählen, das zwischen Realität und Fiktion vermittelt.

        • Die Phase nach der bürgerlichen Dämmerung (Goldene Stunde). Teil der nautischen Dämmerung ist die Blaue Stunde, mit schmalem Horizontstreifen (Sonne) und dem sichtbar werden erster Sterne am Abendhimmel.

        • Ein ND-Filter (Neutral Density Filter) ist ein Graufilter für Objektive, der das Licht gleichmäßig abdunkelt, ohne die Farben zu verändern, ähnlich einer Sonnenbrille für die Kamera. Er ermöglicht längere Belichtungszeiten bei hellem Tageslicht, was Effekte wie Bewegungsunschärfe bei Wasser (seidenweicher See) oder Wolken (dramatischer Himmel) erzeugt, indem er mehr Licht blockiert, als der Sensor aufnehmen kann. Die Stärke wird in Blendenstufen oder ND-Werten (z. B. ND8, ND1000) angegeben, wobei höhere Werte mehr Licht reduzieren.

        • Der Nodalpunkt (auch Knotenpunkt oder NPP für No-Parallax-Point) ist der zentrale Drehpunkt eines Objektivs, um den die Kamera bei der Panoramafotografie geschwenkt werden muss, um Parallaxenfehler (Verschiebung von Vorder- und Hintergrund) zu vermeiden. Er entspricht in der Fotopraxis oft dem Zentrum der Eintrittspupille und ermöglicht das nahtlose Zusammensetzen von Einzelbildern zu einem Panorama ohne störende Überlappungen oder Verzerrungen.

        • Entspricht etwa dem menschlichen Blickfeld (ca. 50mm auf Vollformat), natürliche Perspektive.

      • O

        • Ein Objektiv in der Fotografie ist ein optisches System aus Linsen, das Licht bündelt, um ein scharfes Bild auf dem Kamerasensor zu erzeugen; es ist entscheidend für Bildqualität, Bildausschnitt (durch Brennweite: Weitwinkel, Normal, Tele) und Tiefenschärfe (durch die Blende) und wird nach Lichtstärke, Brennweite und Fokusbereich klassifiziert.

        • Der Begriff "On Location"-Fotografie (oder Location-Fotografie) beschreibt das Fotografieren außerhalb eines traditionellen Fotostudios an einem selbstgewählten, authentischen Ort wie in der Natur, der Stadt, zu Hause oder bei einem Event, um natürliche Hintergründe und eine tiefere Geschichte zu erzeugen. Vorteile sind die Nutzung von realen Umgebungen und Lichtverhältnissen, was für mehr Tiefe und Authentizität sorgt, im Gegensatz zur kontrollierten Studio-Atmosphäre, wobei die Planung (Licht, Wetter, Logistik) entscheidend ist.

        • Der Begriff Outdoor-Fotografie beschreibt das Fotografieren außerhalb geschlossener Räume oder Studios, um natürliche Lichtverhältnisse und vielfältige Hintergründe (Städte, Natur, Architektur) für eine große Bandbreite an Motiven wie Landschaften, Tiere, Menschen oder Produkte zu nutzen, die von stimmungsvoll bis abenteuerlich reichen. Sie steht im Kontrast zur Studiofotografie, da sie mit unvorhersehbaren Elementen wie Wetter und natürlichem Licht arbeitet und oft authentische, dynamische Momente einfängt.

        • Kombination von Malerei und Fotografie, bei der ein Foto teilweise oder vollständig übermalt wird. Die Fotoübermalung ist eine bildnerische Technik, in der eine Fotografie mit malerischen Mitteln überarbeitet wird. Anders als beim Kolorieren der Fotografie, bei der sich die Malerei der Fotografie unterordnet, behalten in der Fotoübermalung beide Medien ihre Eigenständigkeit. Künstler wie Gerhard Richter oder Arnulf Rainer nutzten Overpainting, um das Verhältnis von Realität und Interpretation zu thematisieren.

      • P

        • Panoramafotografie ist eine Technik, um durch das Zusammenfügen (Stitching) mehrerer überlappender Einzelbilder ein sehr breites, oft weit über das menschliche Blickfeld hinausgehendes Bild zu schaffen, das Landschaften, Stadtansichten oder ganze Szenen in voller Weite erfasst. Der Begriff stammt aus dem Griechischen ("pan" = alles, "horama" = das Sehen) und beschreibt das „Sehen von allem“, wobei das Ergebnis entweder ein extrem breites, längliches Format oder sogar eine 360-Grad-Rundumsicht sein kann, oft mit höherer Auflösung als ein Einzelbild.

        • Ein Passepartout in der Fotografie ist ein in der Mitte ausgeschnittener Karton, der zwischen Foto und Glas in einen Bilderrahmen gelegt wird, um das Bild ästhetisch aufzuwerten und es vor dem direkten Kontakt mit dem Glas zu schützen. Es schafft einen optischen Abstand, lenkt den Blick auf das Motiv und dient als eleganter Platzhalter, wenn das Bildformat nicht perfekt zum Rahmen passt. Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet „überall durchgehen“ (passer + partout).

        • Paul Ripke ist ein deutscher Fotograf, Influencer, Unternehmer und vielseitiger Digital-Creator. Er ist hauptsächlich im Bereich der Werbe-, Mode-, Sport- und Landschaftsfotografie tätig. Bekannt für seine ikonischen Bilder der deutschen Fußballnationalmannschaft (WM 2014) und Arbeiten für Musiker wie Die Toten Hosen, Materia, Jan Delay und Bushido.

        • Peter Lindbergh, mit bürgerlichem Namen Peter Brodbeck, (1944 - 2019) war ein deutscher Fotograf und Filmemacher. Er lebte in Paris, New York und Arles. Seine meist schwarzweißen Fotografien sprechen eine bildliche Sprache und sind von frühen deutschen Filmen und der Berliner Kunstszene der 1920er Jahre inspiriert. Wichtige ästhetische Einflüsse waren für Lindbergh der expressionistische deutsche Film und der deutsche Ausdruckstanz der 1920er-Jahre.

        • In der Fotografie beschreibt der Begriff „Photoshop“ die digitale Bildbearbeitung mit der Software Adobe Photoshop oder ähnlichen Programmen, wobei sich der Name als generelles Verb („photoshoppen“) für die Manipulation von Bildern etabliert hat, um Farben zu korrigieren, Objekte zu entfernen, Effekte hinzuzufügen oder Bilder zu montieren. Kernkonzepte sind die Ebenen-Technik, die Retusche (z.B. Hautunreinheiten, Objektentfernung) und die Fotomanipulation durch Erschaffen neuer Realitäten.

        • Ein Polfilter (Polarisationsfilter, CPL-Filter) ist ein Spezialfilter, der vor das Objektiv geschraubt wird, um störende Reflexionen auf nichtmetallischen Oberflächen (Wasser, Glas) zu reduzieren und Farben (besonders Blau, Grün) zu intensivieren, indem er nur Licht einer bestimmten Polarisationsebene durchlässt, was zu tieferen Blautönen, kräftigeren Grüntönen und besser sichtbaren Details unter der Wasseroberfläche führt. Er funktioniert am besten im 90°-Winkel zur Sonne und wird durch Drehen des Filters eingestellt, um den Effekt zu steuern.

        • “Porty” ist ein umgangssprachlicher Begriff für ein portables, mobiles, batteriebetriebenes Studioblitzgerät, das auch als Blitzkopf bezeichnet wird. Ursprünglich hat die Firma Hensel diesen Namen etabliert, der Begriff hat sich aber für alle tragbaren, kabellosen Blitzköpfe eingebürgert.

        • Pressefotografie (auch Fotojournalismus) ist eine journalistische Disziplin, die Bilder nutzt, um Geschichten zu erzählen, Nachrichten zu vermitteln und Ereignisse visuell zu dokumentieren, wobei professionelle Fotografen aktuelle Geschehnisse festhalten, um sie in Medien wie Zeitungen, Zeitschriften oder Online-Publikationen zu veröffentlichen. Es geht dabei um Aktualität, Aussagekraft und die Einhaltung presserechtlicher Vorgaben, insbesondere des Rechts am eigenen Bild.

      • Q

        • Der Begriff "Quarz" in der Fotografie bezieht sich hauptsächlich auf das Material Quarzglas (Fused Quartz/Silica) in hochqualitativen Linsen und Filtern für extreme Bedingungen (UV-Bereich, hohe Temperaturen).

        • Bildformat, bei dem die Breite größer als die Höhe ist, oft als "Landscape" (Landschaft) bezeichnet, ideal für weite Szenen, die Natur oder das menschliche Sehgefühl, da es dem menschlichen Blickwinkel ähnelt und Ruhe sowie Weite vermittelt, im Gegensatz zum Hochformat (Portrait), das mehr Höhe erfasst und vertikale Motive betont.

        • QuickTime ist eine Multimedia-Softwarearchitektur von Apple, die sowohl das Dateiformat (.mov) für Video/Audio als auch den QuickTime Player für Wiedergabe, Aufnahme (Bildschirm, Kamera) und einfache Bearbeitung (Schneiden, Drehen) umfasst; der Begriff wird oft für das Programm selbst verwendet, obwohl es sich um ein zugrundeliegendes System für viele Anwendungen handelt, das die Arbeit mit Medieninhalten erleichtert, aber mittlerweile durch neuere Technologien ersetzt wird.

      • R

        • Der Begriff RAW-Fotografie (englisch für „roh“) bezeichnet das Speichern von unbearbeiteten, unkomprimierten Bilddaten direkt vom Kamerasensor, ähnlich einem digitalen Negativ, was maximale Flexibilität bei der Nachbearbeitung von Belichtung, Weißabgleich und Farben ermöglicht, aber größere Dateien und zusätzliche Bearbeitung erfordert als das weit verbreitete JPEG-Format.

        • Mit dem Reflektor fängt man vorhandenes Licht (Sonne, Blitz) ein und wirft es gezielt auf ein Motiv zurück, um Schatten aufzuhellen, das Licht weicher zu machen oder die Belichtung zu steuern, ohne selbst Licht zu erzeugen – oft faltbar mit silbernen, goldenen, weißen oder schwarzen Oberflächen, die verschiedene Lichtqualitäten erzeugen.

        • Eine dramatische Porträt-Lichttechnik, benannt nach dem Maler Rembrandt, bei der eine Seite des Gesichts hell beleuchtet ist, während die andere Seite im Schatten liegt und ein charakteristisches, helles Dreieck unter dem Auge der Schattenseite bildet, was für eine spannungsvolle, dreidimensionale Wirkung sorgt. Es entsteht durch eine seitliche, leicht erhöhte Hauptlichtquelle, die harte Schatten wirft und Strukturen betont, wodurch ausdrucksstarke Porträts entstehen.

        • Das RF Bajonett ist der Objektivanschluss der spiegellosen Canon EOS R Systemkameras. Es hat im Vergleich zum EF-Bajonett ein kürzeres Auflagemaß und erweiterte elektronische Kontakte für die Highspeed-Datenübertragung zwischen Objektiv und Kamera. Canon RF und RF-S Objektive können direkt am RF Objektivanschluss verwendet werden. Mit den Mount Adaptern EF-EOS R sind auch EF und EF-S Objektive nutzbar.

        • Die Reprofotografie (Reproduktionsfotografie) ist ein spezieller Zweig der Fotografie, der sich mit der detailgetreuen und originalgetreuen Wiedergabe von zweidimensionalen Vorlagen wie Bildern, Dokumenten oder Kunstwerken beschäftigt, um hochwertige Kopien (Repros) für Druck, Archivierung oder Veröffentlichungen zu erstellen, wobei Farb-, Kontrast- und Schärfegenauigkeit entscheidend sind. Ursprünglich ein wichtiger Teil der Druckvorstufe (Reprografie), wird der Begriff heute oft für hochwertige Digitalisierungen verwendet, die mit spezieller Ausrüstung (Kameras, Objektive, Beleuchtung) und präziser Bildbearbeitung angefertigt werden.

        • Die Reziprok-Regel (auch Kehrwertregel) ist eine fundamentale Faustregel, die besagt, dass die Verschlusszeit mindestens dem Kehrwert der Brennweite entsprechen sollte (z. B. bei 200 mm Brennweite mindestens 1/200 Sekunde, 50mm –> 1:50mm = 1/50s, bei 100mm –> 1:100mm = 1/100s, bei 500mm –> 1:500mm = 1/500s), um Verwacklungsunschärfe bei Freihandaufnahmen zu vermeiden, da längere Brennweiten Kamerabewegungen verstärken.

        • Rim-Light (Rand- oder Rahmenlicht) ist eine Fototechnik, bei der eine Lichtquelle hinter dem Motiv platziert wird, um dessen Kontur mit einem leuchtenden Rand hervorzuheben und es so vom Hintergrund zu lösen, wodurch Tiefe, Dramatik und Dimension entstehen. Es wird oft in der Portrait-, Fashion- und Sportfotografie genutzt, um Details zu betonen und erzeugt einen Halo-Effekt, hebt die Silhouette hervor und kann auch als Hair-Light für Haare verwendet werden. In seiner Art ist es eng mit dem Hair-Light und Kicker-Light verwandt, die Grenzen sind fließend.

        • Ein Ringlicht (oder auch Ringblitz) ist eine kreisförmige Leuchte mit LEDs, die um das Kameraobjektiv montiert wird, um das Motiv gleichmäßig und nahezu schattenfrei auszuleuchten, was Falten minimiert und für „weiches Licht“ sorgt, oft mit charakteristischen, donutförmigen Reflexionen in den Augen (Catchlights), beliebt für Beauty-, Porträt-, Makro-Aufnahmen und Videos. Das Licht kommt aus allen Richtungen, sodass keine harten Schatten entstehen. Ursprünglich für schattenlose Nahaufnahmen gedacht.

      • S

        • Die Schärfentiefe (auch Tiefenschärfe) beschreibt in der Fotografie den Bereich im Bild, der vor und hinter dem Fokuspunkt noch als scharf wahrgenommen wird; eine geringe Schärfentiefe lässt nur das Motiv scharf (ideal für Porträts), während eine große Schärfentiefe von vorne bis hinten alles scharf abbildet (gut für Landschaften). Dieser Effekt wird durch Blende, Brennweite und Abstand zum Motiv gesteuert und dient der kreativen Bildgestaltung, um den Blick des Betrachters zu lenken.

          Nach wie vor regt der Begriff zu Diskussionen an, ob es Schärfentiefe oder Tiefenschärfe heißt. Beides beschreibt den gleichen Sachverhalt. Richtig ist die Schärfentiefe, da die Eigenschaft als Zweites genannt wird. Die Eigenschaft ist die Tiefe, sprich die Ausdehnung der Schärfe.

        • Die Scheimpflugsche Regel oder Scheimpflug-Bedingung besagt, dass sich Schärfe-, Objektiv- und Bildebene in einer gemeinsamen Geraden schneiden. Diese Aussagen sind nach dem österreichischen Offizier und Kartographen Theodor Scheimpflug benannt. Weitere Bezeichnungen sind Schnittlinien-Bedingung, Schärfedehnung oder Erweiterung der Schärfentiefe (nach Scheimpflug).

        • Der Begriff (Quick Release Plate, QR-Plate) beschreibt ein flaches Bauteil, das an der Kamera oder einem größeren Objektiv befestigt wird, um dieses schnell und einfach auf einem Stativkopf zu montieren und wieder abzunehmen, ohne jedes Mal die Schraube neu eindrehen zu müssen, was den Wechsel zwischen Stativ und Freihandaufnahmen enorm beschleunigt. Sie nutzt oft ein genormtes System wie den Arca-Swiss-Standard.

        • Mit dem Selbstauslöser eines Fotoapparats wird die Belichtung um einige Sekunden verzögert ausgelöst. Der Zeitablauf kann vorgegeben oder wählbar sein und steht somit für eine zeitverzögerte Auslösung, der es dem Fotografen ermöglicht, sich selbst oder eine Gruppe aufzunehmen, indem er die Kamera auslöst und dann ins Bild läuft; moderne Kameras bieten einstellbare Zeitintervalle (z.B. 2s, 10s) und Funktionen wie Serienbild-Aufnahmen, oft im Zusammenhang mit Selfies genutzt, die sich auf die Selbstporträts beziehen, die mit dieser Funktion oder direkt aus der Hand entstehen. Die Idee des Selbstauslösers stammt ursprünglich aus der traditionellen Fotografie, wo mechanische oder elektronische Timer in Kameras integriert wurden. Mit dem Aufkommen von Smartphones und integrierten Kameras wurde diese Funktion in die mobile Fotografie übernommen.

        • Der Begriff "Serienbild" oder Serienfotografie (auch Burst-Modus genannt) beschreibt das schnelle, automatische Aufnehmen mehrerer Bilder hintereinander, um Momente festzuhalten, die zu schnell für eine einzelne Aufnahme sind, wie Sport, Tiere oder Abläufe, wobei verwandte Begriffe wie Fotoserie oder Bilderserie auch eine thematisch zusammenhängende Gruppe von Fotos (oft künstlerisch) bezeichnen.

        • siehe Verschluss

        • Der Slave-Blitz beschreibt in der Blitzfotografie ein Blitzgerät, das nicht direkt an der Kamera montiert ist, sondern durch einen Master-Blitz (oft der integrierte Blitz der Kamera) optisch (mittels Lichtsensor) oder per Funk ausgelöst wird, um als aufhellendes oder akzentuierendes Zusatzlicht (z.B. zum Schattenaufhellen oder für dramatischere Lichtsetzung) zu dienen, wodurch mehr kreative Freiheit bei der Lichtgestaltung entsteht, da der Blitz entfesselt ist.

        • Eine Softbox in der Fotografie ist ein wichtiger Lichtformer, eine Art „faltbare Lichtwanne", die hartes Licht (z.B. von einem Blitz) in weiches, diffuses Licht verwandelt, um Motive gleichmäßiger auszuleuchten und harte Schatten zu vermeiden, was besonders bei Porträts und Produktfotografie zu schmeichelhafteren Ergebnissen führt. Sie besteht aus einem reflektierenden Inneren und einer oder mehreren äußeren Diffusionsschichten (meist Stoff), die das Licht streuen.

        • Die Sonnenblende (auch Gegenlichtblende oder Streulichtblende, kurz Geli) ist ein an der Vorderseite des Objektivs befestigtes Zubehör, das seitlich einfallendes Streulicht blockiert, um störende Linsenreflexionen (Lens Flares), Kontrastverlust und „verwaschene“ Bilder zu verhindern und den Bildkontrast zu erhöhen. Sie dient zusätzlich als Schutz vor Regen und Stößen. Bei Lost Places Fotografie eine wichtige Komponente zum Schutz des Objektives.

        • Spiegelvorauslösung (kurz SVA, Mirror Lock-Up) ist eine Funktion bei Spiegelreflexkameras (SLR/DSLR), bei der der interne Spiegel vor der eigentlichen Belichtung hochklappt, um Verwacklungen durch den Spiegelschlag zu vermeiden, was besonders bei langen Verschlusszeiten (z.B. Nachtfotografie, Makro) und mit langen Teleobjektiven entscheidend für scharfe Bilder ist. Der Vorgang wird oft durch einen zweiten Auslöser (oder Fernauslöser/Selbstauslöser) nach einer kurzen Wartezeit abgeschlossen.

        • Erstellung und Verkauf von Fotos „auf Vorrat“ (engl. „to have in stock“), die nicht für einen spezifischen Auftrag produziert, sondern über Bildagenturen für vielfältige Nutzungen lizenziert werden, als Gegensatz zur Auftragsfotografie. Diese Bilder, oft auch Illustrationen und Videos, werden für Websites, Marketing und Printmaterialien genutzt, wobei Käufer gegen eine Gebühr Nutzungsrechte erwerben.

        • Street Photography (Straßenfotografie) ist ein Genre, das das alltägliche Leben, Menschen und Ereignisse im öffentlichen Raum spontan und ungestellt festhält, um die Essenz und Geschichten des urbanen Lebens zu erzählen – sei es durch das Einfangen des "entscheidenden Moments" (Henri Cartier-Bresson) oder durch das Abbilden von Atmosphäre und Architektur, auch ohne direkt sichtbare Personen, oft mit dem Fokus auf das Besondere im Gewöhnlichen.

        • (von englisch to stitch = nähen/heften) in der Fotografie ist der Fachbegriff für das Zusammensetzen mehrerer, sich überlappender Einzelaufnahmen zu einem einzigen, größeren und oft nahtlosen Gesamtbild, meist mittels Software, um Panoramen (360°-Ansichten) oder extrem hochauflösende Bilder zu erzeugen, die mit einer Einzelaufnahme nicht möglich wären. Ziel ist eine umfassendere oder detailreichere Darstellung, wie bei weiten Landschaften oder großen Architekturaufnahmen.

        • In der Fotografie ist ein Striplight (Streiflicht) ein langer, schmaler Lichtformer (oft eine spezielle Softbox oder Blitzröhre) mit einem Seitenverhältnis von ca. 1:3 oder mehr, der ein weiches, aber gerichtetes Licht erzeugt, um Kanten, Strukturen, Konturen und Körper zu betonen, ideal für Mode-, Beauty- und Produktfotografie, um Details hervorzuheben oder schmale Lichtstreifen zu setzen, aber auch Hautunebenheiten betont. Wird oft eingesetzt für Beauty- und Fashion, Produktfotografie oder Hintergrundbeleuchtung.

        • Der Begriff Sunbouncer in der Fotografie bezieht sich auf ein faltbares Lichtveredelungssystem, das es ermöglicht natürliches Sonnenlicht aktiv zu kontrollieren, zu reflektieren (bouncen), zu streuen (diffusieren) oder abzuschirmen, um Lichteffekte wie Aufhellungen, weiches Licht, Streiflicht oder spezielle Reflexionen (z. B. runde Augenreflexe) zu erzeugen und so Motive optimal auszuleuchten, Schatten aufzuhellen oder Kontraste zu steuern. Es ist ein professionelles Werkzeug, das oft im Freien (Outdoor) eingesetzt wird, um Licht zu „veredeln“, ohne dass es wie künstliche Beleuchtung wirkt.

      • T

        • Der Begriff "Tethering" oder "Tethered Shooting" beschreibt das Verbinden einer Kamera direkt mit einem Computer, Tablet oder Smartphone über ein Kabel (meist USB) oder WLAN, um Fotos sofort nach der Aufnahme auf dem größeren Bildschirm anzuzeigen, die Kamera fernzusteuern und den Workflow zu beschleunigen. Das Hauptziel ist die sofortige Bildkontrolle auf einem großen Monitor, um Details, Schärfe und Komposition besser zu beurteilen, was besonders bei professionellen Shootings (z.B. Produkt-, Food-, Portraitfotografie) Zeit spart und Fehler schneller aufdeckt.

        • Ein Tiefpassfilter (engl. Low-Pass Filter oder OLPF) ist ein Glasfilter vor dem Bildsensor, der feine Details und hochfrequente Bildinformationen leicht weichzeichnet, um störende Moiré-Effekte (farbige Muster) bei regelmäßigen Motiven (z.B. Stoffe) und Aliasing zu verhindern, was zu einer minimalen Schärfeminderung führt, die aber oft durch modernere Sensoren ohne Filter ausgeglichen wird.

        • Tilt-Shift (Neigen & Verschieben) ist eine spezielle Objektivtechnik und ein fotografischer Effekt, der zwei Hauptfunktionen erfüllt: Shift (Verschieben) korrigiert stürzende Linien in der Architektur, während Tilt (Neigen) die Schärfeebene kreativ verlagert, was oft einen beliebten Miniatureffekt erzeugt, bei dem eine große Szene wie ein Spielzeugmodell wirkt. Beim Tilt kann die Scheimpflugsche Regel angewendet, d. h. eine schräg liegende Gegenstandsebene maximal scharf abgebildet werden.

        • "Time for Pictures" (TFP) ist ein Begriff in der Fotografie für eine Zusammenarbeit, bei der Fotograf und Model Zeit und Kreativität gegen Bilder tauschen, statt Honorar zu zahlen. Das Model bekommt fertige Fotos (früher Prints, heute digital), der Fotograf darf die Bilder für sein Portfolio nutzen – eine gegenseitige Portfolio-Erweiterung, von der beide Parteien profitieren. Ein Modelvertrag kann dabei die Bildrechte und Nutzungsbedingungen regeln.

        • In der Fotografie gibt es mehrere Timer-Begriffe: Der gängigste ist der Selbstauslöser (engl. Self-timer) für eine Verzögerung zwischen Drücken des Knopfes und Aufnahme (z.B. für Gruppenfotos). Für die Erstellung von Zeitraffer-Videos wird der Intervall-Timer genutzt, der Fotos in festen Zeitabständen aufnimmt und diese dann zu einem beschleunigten Video zusammenfügt (Timelapse/Hyperlapse). In der Dunkelkammer gab es spezielle Belichtungsschaltuhren (Laboruhren) zur präzisen Steuerung der Belichtungszeit.

        • Ein Timelapse (Zeitraffer) ist eine Filmtechnik, bei der langsame Prozesse durch das Aufnehmen von Einzelbildern in größeren Zeitabständen und deren anschließende Wiedergabe in normaler Geschwindigkeit stark beschleunigt werden, wodurch Bewegungen sichtbar werden, die sonst kaum wahrnehmbar wären (z.B. Sonnenaufgang, Wolkenbewegung, Pflanzenwachstum). Es ist das Gegenteil der Zeitlupe und erfordert oft eine Kamera mit manuellem Modus, ein Stativ und eine Software, um die Fotos zu einem Video zusammenzufügen.

        • Der Fotograf Henri Cartier-Bresson, Pionier des modernen Fotojournalismus, war ein Meister des Timings. Er prägte den Begriff des entscheidenden Moments, um jenen Augenblick zu beschreiben, in dem das Foto seine größte Bedeutung entfaltet. Timing ist der Moment, in dem Komposition, Belichtung, Licht und Motiv in perfekter Harmonie zusammenwirken.

        • Ein Tripod (auch Stativ oder Dreibein) in der Fotografie ist ein dreibeiniger Ständer, der eine Kamera stabilisiert, um Verwacklungen zu vermeiden und gestochen scharfe Bilder zu ermöglichen, besonders bei langen Belichtungszeiten, Nachtaufnahmen, Makro- oder Panoramafotografie, indem er die Kamera fest fixiert und präzise Kompositionen erlaubt.

        • EEin Triptychon in der Fotografie ist ein Kunstwerk, das aus drei thematisch zusammenhängenden Einzelbildern besteht, die als Einheit präsentiert werden – oft nebeneinander angeordnet, um eine Geschichte zu erzählen, ein Motiv aus verschiedenen Perspektiven zu zeigen oder einen Bilderzyklus zu bilden, ähnlich den historischen Flügelaltären.

      • U

        • Überbelichtung in der Fotografie bedeutet, dass zu viel Licht auf den Kamerasensor (oder Film) trifft, wodurch das Bild insgesamt zu hell wird, helle Bereiche „ausfressen“ (keine Details mehr zeigen, reinweiß erscheinen) und Farben verblassen oder ausgewaschen wirken. Ursachen sind oft zu lange Belichtungszeit, zu große Blendenöffnung oder zu hoher ISO-Wert, aber es kann auch absichtlich für „High-Key-Effekte“ genutzt werden. Überbelichtete Bilder sind zu hell und in den Lichtern erscheint keine Zeichnung mehr. Sie wirken ausgefranst und die Farben verwaschen.

        • Der Begriff Ultra-Weitwinkel-Fotografie beschreibt die Aufnahme mit extrem kurzen Brennweiten (unter 24mm am Vollformat), um ein riesiges Sichtfeld zu erfassen, viel vom Motiv auf das Bild zu bekommen und dramatische Tiefenwirkung zu erzeugen, wobei oft auch Fisheye-Objektive zum Einsatz kommen, die starke Verzerrungen verursachen, was für eindrucksvolle Effekte in Landschafts-, Architektur- und Innenraumfotografie genutzt wird.

        • Unterbelichtung in der Fotografie bedeutet, dass ein Bild zu dunkel ist, weil der Kamerasensor zu wenig Licht erhalten hat, was zu wenig Zeichnung in den Schatten, verblassten Farben und einem insgesamt düsteren Eindruck führt. Unterbelichtete Bilder wirken zu dunkel und in den Schatten erscheint keine Zeichnung mehr, sie laufen zu. Oft ist es ein Fehler, kann aber auch bewusst für einen bestimmten Stil (z.B. Low-Key) genutzt werden.

        • Ein transparenter Glasfilter, der ultraviolettes Licht blockiert, um einen Blaustich und Unschärfe zu vermeiden (besonders bei analoger Fotografie). Bei digitalen Kameras dient er heute primär als mechanischer Schutz für die Frontlinse des teuren Objektivs vor Kratzern und Stößen, da moderne Sensoren und Objektive bereits einen integrierten UV-Schutz haben.

      • V

        • Als Verschluss, auch Shutter, wird in der Foto- und Videotechnik ein lichtdichtes, mechanisch bewegliches Element bezeichnet, das bei einer Kamera im Strahlengang vor der Bildebene liegt. Während der Belichtungszeit wird dieses Element für die Dauer der voreingestellten Verschlusszeit geöffnet, in der das vom Objektiv kommende Licht auf die Bildebene trifft. Nach erfolgter Belichtung schließt sich der Verschluss und schützt bis zur nächsten Aufnahme die lichtempfindliche Schicht des Aufnahmematerials bzw. den digitalen Bildsensor vor ungewolltem Lichteinfall.

        • siehe Belichtungszeit

        • Der Vertigo-Effekt, auch bekannt als Dolly Zoom oder Hitchcock-Effekt, ist ein Kameraeffekt, der eine optische Täuschung erzeugt, indem er eine gegenläufige Kamerafahrt und Zoom-Bewegung kombiniert: Während die Kamera sich vom Objekt entfernt (Dolly-Rückfahrt), wird gleichzeitig hineingezoomt (Zoom-In) – oder umgekehrt. Das Ergebnis ist, dass das zentrale Motiv seine Größe beibehält, aber der Hintergrund verzerrt und gestreckt oder gestaucht wird, was ein schwindelerregendes oder beunruhigendes Gefühl vermittelt, wie etwa Höhenangst, die Alfred Hitchcock in seinem Film "Vertigo" darstellte.

        • Verzeichnung (Distortion) in der Fotografie ist ein Abbildungsfehler von Objektiven, der gerade Linien gekrümmt darstellt, indem er sie von ihrer idealen, geraden Form abweicht. Man unterscheidet hauptsächlich tonnenförmige (gerade Linien wölben sich nach außen, typisch für Weitwinkel) und kissenförmige (gerade Linien wölben sich nach innen, typisch für Tele) Verzeichnungen, die durch die Objektivkonstruktion entstehen und nachträglich korrigiert werden können.

        • Eine Abdunklung der Ecken und Ränder eines Bildes im Vergleich zur helleren Bildmitte, die entweder ein unbeabsichtigter optischer Fehler (durch Objektivkonstruktion, Blende oder Filter) oder ein bewusst eingesetztes künstlerisches Stilmittel ist, um den Fokus auf das Hauptmotiv zu lenken und Tiefe zu erzeugen.

        • Die Vogelperspektive (auch High-Angle-Shot genannt) ist der Gegensatz zur Froschperspektive und bietet als hoher Kamerastandpunkt einen Ausblick oder eine Aufsicht auf Objekte. Die Kamera wird dabei oberhalb der Augenhöhe positioniert. Daher wird die Vogelperspektive auch als Obersicht bezeichnet. Sie dient meist der Definition mehrerer Perspektiven, die sich oberhalb der Augen abspielen. Die Überkopfperspektive nimmt dabei die reine Top-down-Ansicht ein, die gerne für Motive wie Essen, Unboxings, Produktfotos, Schnittansichten von Häusern oder Drohnenaufnahmen von Flüssen verwendet wird.

        • Vollformat bezieht sich auf einen großen Bildsensor (oder Film), der die Größe des klassischen 35mm-Kleinbildfilms (ca. 36x24mm) nachbildet, um den vollen Bildwinkel eines Objektivs zu nutzen, was zu besserer Bildqualität, weniger Rauschen bei hohen ISO-Werten und schönerem Bokeh führt, im Gegensatz zu kleineren Crop-Sensoren (wie APS-C), die einen Bildausschnitt erzeugen (Crop-Faktor).

      • W

        • Ein Objektiv oder Objektivvorsatz, der durch Lichtstreuung eine leicht diffuse Bildwiedergabe erzeugt.

        • Der Weißabgleich (engl. White Balance, WB) ist eine Kamerafunktion, die Farbstiche korrigiert, damit weiße Objekte auch weiß erscheinen und Farben realistisch wirken, indem sie die Farbtemperatur des Umgebungslichts (gemessen in Kelvin, K) anpasst, da unterschiedliche Lichtquellen (Sonne, Glühbirne) das Licht anders färben, was sonst zu bläulichen oder gelblichen Tönen führt. Anfänger nutzen oft den automatischen Weißabgleich (AWB), während Fortgeschrittene ihn manuell einstellen, um Farbstiche gezielt zu vermeiden oder für kreative Effekte zu nutzen.

        • Weitwinkelfotografie nutzt Objektive mit kurzer Brennweite (meist unter 35 mm), um einen großen Bildwinkel zu erfassen, der mehr von der Szene zeigt als das menschliche Auge, ideal für Landschaften, Architektur und Innenräume, um Tiefe und Weite zu vermitteln und auch ferne und nahe Objekte gleichzeitig einzufangen. Sie ist ideal für dynamische Perspektiven, indem man näher an Motive herangeht und so Verzerrungen sowie eine Betonung des Vordergrunds erzeugt, was zu spannungsvollen, umgebungsreichen Bildern führt, mit Fokus auf führende Linien und kreativen Winkeln. Der Begriff beschreibt sowohl die Technik des Fotografierens mit Weitwinkelobjektiven als auch die resultierenden Bilder, die oft eine starke Perspektive, betonte Tiefe und einen großen Schärfebereich aufweisen.

        • Eine zusammengehörige Gruppe einzelner, in sich abgeschlossener Fotografien, die vom Künstler als Einheit konzipiert wurde, um ein übergeordnetes Thema, eine Geschichte oder eine Perspektive zu entfalten, oft durch thematische Bezüge, Perspektivwechsel oder fortlaufende Erzählungen innerhalb der Serie. Der Begriff beschreibt also eine Serie oder eine Werkgruppe, bei der die Gesamtwirkung erst durch die Betrachtung aller Teile zusammen entsteht.

        • siehe Weitwinkel

      • X

        • Metapher für das unbestimmbare, intuitive Element in der künstlerischen Fotografie. Es beschreibt jene Qualität eines Bildes, die sich technischer Analyse entzieht und den Unterschied zwischen handwerklicher Perfektion und Kunst ausmacht.

        • Begriff für die kürzest mögliche Synchronisationszeit beim Blitzen. Diese ist abhängig vom Verschlusstyp (Schlitzverschluss, Zentralverschluss) und der Art der Blitzerzeugung. Auf einem Verschlusszeitenrad ist die X-Synchronzeit meist gesondert (rot) markiert.

      • Y

        • In der Fotografie steht YCC (oft als YCC-Farbmodell oder Kodak PhotoYCC bezeichnet) für ein Farbraum-System, das Luminanz (Helligkeit, Y) und zwei Farbkomponenten (Chrominanz, Cr/Cb) trennt, um Bilder effizienter zu speichern und zu verarbeiten, besonders bei der Photo-CD, da das menschliche Auge Helligkeit besser wahrnimmt als Farbe, was eine Datenreduktion ermöglicht.

        • Yongnuo ist ein chinesischer Hersteller von Kamerazubehör und Wechselobjektiven. Bekannt ist die Marke für preisgünstige Aufsteckblitze und Funkauslöser für den Blitzschuh sowie für manuelle und automatische Wechselobjektive für gängige Bajonette. Viele Produkte sind kompatibel mit verbreiteten Kamerasystemen.

        • Gestaltungsprinzip, das auf dem Wechselspiel von Gegensätzen basiert – Licht und Schatten, Schärfe und Unschärfe, Präsenz und Abwesenheit. Im künstlerischen Kontext inspiriert von östlicher Philosophie, findet dieses Prinzip Anwendung in minimalistischer und kontemplativer Fotografie, etwa bei Michael Kenna oder Hiroshi Sugimoto.

      • Z

        • Die Zebra-Funktion ist eine Überbelichtungswarnung in Form eines Streifenmusters. Ab wann die Zebra-Anzeige erscheint kann im Menü eingestellt werden. Es erscheint nur auf dem LCD, nicht in der Aufnahme.

        • siehe Timelapse

        • Um Fotos eine dynamische Komponente zu verleihen, kann der Zoom-In-Effekt genutzt werden. Mit diesem Effekt wirken nicht nur bewegte Objekte noch dynamischer, sondern statischen Motiven kann Bewegung und Lebendigkeit eingehaucht werden. Bekannt ist der Zoomeffekt aus der Filmtechnik. Beim Dreh von Filmen charakterisiert diese Technik eine Aufnahme, bei der die Kamera während des Drehs auf Schienen nach vorne oder hinten fährt und gleichzeitig gegenläufig gezoomt wird. Objekte, die sich dabei im Vordergrund befinden, bleiben gleich. Der Abstand zwischen Vorder- und Hintergrund scheint sich jedoch zu verkleinern bzw. zu vergrössern. In der Filmsprache wird dieser Effekt auch Dolly-Zoom oder Vertigo-Effekt genannt.

          Übertragen auf die Fotografie beschreibt der Zoom-In-Effekt Motive, die in der Bildmitte scharf sind und zum Bildrand verwischen. Dabei wird die Unschärfe zum Bildrand kontinuierlich stärker. So können einige Objekte wirken, als würden sie auf den Betrachter zukommen. Den Zoomeffekt erzeugt man entweder direkt mit einer Kamera oder durch die Nachbearbeitung mit einem Bildbearbeitungsprogramm.

        • Ein Zoomobjektiv oder kurz Zoom ist ein Objektiv mit variabler Brennweite. Durch die Veränderung der Brennweite kann der Fotograf den Bildausschnitt leicht und schnell verändern, ohne dabei den Abstand zum Motiv bzw. seinen Standort zu verändern. Umgangssprachlich spricht man auch von „das Motiv heranholen“. Dies wird meist durch Drehung eines Einstellrings am Zoomobjektiv bewirkt, oder etwa bei Kompakt-Digitalkameras auch motorisch per Tastendruck. Man sagt „das Zoom“, wenn das Zoomobjektiv, und „der Zoom“, wenn der Zoomvorgang gemeint ist. „Zoom“ ist eine englische, lautmalerische Umschreibung für eine schnelle Bewegung, so wie etwa „Husch“ im Deutschen.

        • Ein Zwischenring ist ein hohler Tubus (Verlängerung), der zwischen Kamera und Objektiv montiert wird, um den Abstand zum Sensor zu vergrößern, die Naheinstellgrenze zu verkürzen und so eine stärkere Vergrößerung (Abbildungsmaßstab) für die Makrofotografie zu erreichen, ohne die optische Qualität zu beeinträchtigen. Er ist ein günstiger Ersatz für spezielle Makroobjektive, da er das vorhandene Objektiv näher an das Motiv bringt.


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